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N26 hofft 2021 auf die schwarze Null

Die Expansion wird gestoppt, die Strategie ausgeweitet: Was bei N26 im kommenden Jahr auf der Agenda steht.

N26-Gründer Valentin Stalf (rechts) und Maximilian Tayenthal | Foto: picture alliance / HANS KLAUS TECHT / APA / picturedesk.com | HANS KLAUS TECHT

Für N26 soll 2021 die Wende bringen: "Wir können Ende nächsten Jahres auf operativer Ebene profitabel sein", kündigt Gründer und CEO Valentin Stalf in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters an.

Wir können Ende nächsten Jahres auf operativer Ebene profitabel sein.

Valentin Stalf, Gründer und CEO, N26

"Unser Geschäft läuft sehr gut", betont er noch, und dass N26 mittlerweile deutlich mehr als fünf Millionen Kunden" habe. Zu welchen Themen er sich außerdem äußert:

  • Börsengang. Den forciert Stalf nicht mehr – er sehe da keinen Grund zur Eile. "Wir haben einige der stärksten Investoren weltweit, die unsere Pläne über die nächsten Jahre unterstützen", erkärt er. Vor dem finalen Börsengang, frühestens in drei Jahren, werde man sicher noch "mindestens eine Finanzierungsrunde machen".
  • Expansion. Corona-bedingt stehen die Räder auf Halt, neue Märkte anzugehen, etwa Brasilien: Das steht Stalf zufolge aktuell nicht zu Diskussion. 2021 fokussiere man sich allein auf die Kernmärkte Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien.
  • Produktentwicklung. Dafür wird ins Produkt inklusive Strategieschwenk investiert: 2021 soll eine Plattform starten, "die stärker standardisiert ist und die es vielen Partnern ermöglicht, sich ganz einfach an N26 anzuschließen", so Stalf im Gespräch im Reuters.
  • Betriebsrat. Der Ärger, den das Unternehmen dieses Jahr hatte, soll sich nicht wiederholen, nirgendwo. Zusätzlich zur deutschen Arbeitnehmervertretung stellt der N26-Manager nun "eine globale Arbeitnehmervertretung" in Aussicht. Er wolle damit erreichen, dass sich die gut 1500 Mitarbeiter wohlfühlten und N26 der Nachwuchs nicht ausgeht

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