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Stabwechsel bei European Bank for Financial Services

FinTech-Unternehmen FNZ Gruppe setzt knapp ein Jahr nach deren Übernahme neue Geschäftsführung ein

Sprecher der Geschäftsführung: Kai Friederich | Foto: ebase

MÜNCHEN - Kai Friedrich übernimmt im April bei der European Bank for Financial Services (ebase) als Sprecher der Geschäftsführung die Nachfolge von Rudolf Geyer. Der 62-Jährige hatte insgesamt 17 Jahre diese Position inne und verlässt einer Pressemitteilung vom Montag zufolge das Unternehmen „in bestem Einvernehmen.“ Zudem werde der Generalbevollmächtigte Jürgen Keller zum Geschäftsführer berufen und mit der Aufgabe des CFO betraut. Mit der neuen Geschäftsführung werde der erfolgreiche Kurs der letzten Jahre fortgesetzt und die Zusammenarbeit mit FNZ weiter intensiviert, hieß es.

Friedrich arbeitete den Angaben zufolge einige Jahren beim Start-up und Online Brokerage-Pioneer DAB Bank, baute das Onlinegeschäft der Consors in Paris mit auf und übernahm, zurück in Deutschland, verschiedene Führungsaufgaben, zuletzt als CEO der Consorsbank sowie der DAB BNP Paribas. Im Anschluss daran verantwortete der heute 50-Jährige den Aufbau der deutschen Niederlassung des französischen FinTechs Younited, das sich mit Banklizenz auf das B2C- und B2B-Kreditgeschäft spezialisiert hat.

Keller ist laut Unternehmen bereits seit vielen Jahren in unterschiedlichen Führungspositionen bei ebase tätig. Davor war der mittlerweile 51-Jährige bei Price Waterhouse sowie als Leiter des Rechnungswesens der ADIG Investment beschäftigt.

ebase bietet neben Dienstleistungen im Depotgeschäft u.a. auch die Finanzportfolioverwaltung sowie das Einlagengeschäft an. Die B2B-Direktbank verwaltet eigenen Angaben zufolge ein Kundenvermögen von rund 29 Mrd. Euro. Sie schied nach Zustimmung durch die BaFin im vergangenen Juli aus der comdirect Gruppe und dem Commerzbank Konzern aus und gehört seitdem zur 2004 in Neuseeland gegründeten FNZ Gruppe. Das Unternehmen stellt Finanzinstituten skalierte Plattform-Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette im Anlagegeschäft zur Verfügung („Platform-as-a-Service“).

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