HSBC trennt sich von Teil des Deutschland-Geschäfts: Jetzt wollen die ganz großen Player ein Stück vom Kuchen

Auch ein Fondsverwalter aus Frankfurt soll Interesse haben. 
Die Zentrale der HSBC in London. | Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Vuk Valcic
Die Zentrale der HSBC in London. | Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Vuk Valcic
Reuters

Das zum Verkauf stehende Fondsverwaltungs- und Verwahr-Geschäft der HSBC in Deutschland weckt Insidern zufolge das Interesse der internationalen Konkurrenz. Die Finanzkonzerne State Street und BNP Paribas dürften ebenso den Hut in den Ring werfen wie die französische Caceis, die Credit Agricole und Santander, sagten drei mit den Überlegungen vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Der Verkaufsprozess soll in den nächsten Wochen beginnen - sobald die britische Großbank entschieden hat, ob sie die Kapitalverwaltungsgesellschaft Inka und das Verwahrstellen-Geschäft getrennt oder gemeinsam verkaufen will.

Großbank erwägt Verkauf großer Teile ihrer Geschäftsbereiche in Deutschland (FinanzBusiness.de)

HSBC hoffe auf eine Bewertung der beiden Töchter von mehr als 700 Millionen Euro, sagte einer der Insider. Davon hänge ab, ob etwa auch der Frankfurter Fondsverwalter Universal Investment mitbiete, der sich für Inka interessieren würde. Universal gehört dem Finanzinvestor Montagu. Inka ist mit einem administrierten Vermögen in Spezialfonds von rund 400 Milliarden Euro einer der größten Vertreter der Branche. Laut HSBC kommt das Unternehmen auf einen Marktanteil von fast 22 Prozent. BNP Paribas und State Street seien dagegen vor allem an der Custody-Sparte interessiert. Caceis ist in dem Bereich bereits in Deutschland aktiv.

HSBC, State Street, BNP Paribas und Montagu wollten sich zu dem Bericht nicht äußern. Caceis war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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