Tarifverhandlungen der Landes- und Förderbanken haben begonnen: Verdi gibt sich kompromisslos

Die Arbeitgeber mahnen zur Mäßigung - allerdings eher verhalten. 
Wenn am Ende der Verhandlungen eine 14-prozentige Lohnsteigerung stünde, wären Arbeitnehmer sicher zufrieden - die Arbeitgeber wohl kaum. | Foto: Colorbox
Wenn am Ende der Verhandlungen eine 14-prozentige Lohnsteigerung stünde, wären Arbeitnehmer sicher zufrieden - die Arbeitgeber wohl kaum. | Foto: Colorbox

Die Tarifverhandlungen für gut 60.000 Beschäftigte von Landes- und Förderbanken sowie mehrerer Sparkassen haben am Freitag in Düsseldorf begonnen. Die Gewerkschaft Verdi fordert 12,5 Prozent mehr Gehalt oder mindestens 500 Euro. Der Deutsche Bankangestelltenverband (DBV) will 14,5 Prozent oder mindestens 500 Euro mehr durchsetzen.

Viele Geldhäuser haben zuletzt gut verdient. Dennoch dämpfte Gunar Feth, Verhandlungsführer aufseiten des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) die Erwartungen: ”Die zuletzt guten Ergebnisse einzelner Banken sind zu einem Großteil einem Sondereffekt durch den kräftigen Zinsanstieg geschuldet. Sie können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das wirtschaftliche Umfeld deutlich eingetrübt hat.”

Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck betonte, die Gewerkschaft habe ”den Anspruch, den Reallohnverlust der vergangenen beiden Jahre auszugleichen” und daher ”wenig Verhandlungsspielraum”. Die Verhandlungen betreffen Beschäftigte von Landesbanken und Förderbanken inklusive der staatlichen KfW, außerdem Beschäftigte der Dekabank, der Bausparkassen sowie einzelner Sparkassen wie der Hamburger Haspa. In der vorherigen Tarifrunde 2021/2022 hatten sich beide Seiten erst in der sechsten Verhandlungsrunde geeinigt

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