London: Banker-Boni bei JP Morgan können jetzt das Zehnfache des Grundgehalts betragen

Nach Goldman Sachs rückt nun auch das nächste Großinstitut in Großbritannien von der Boni-Obergrenze ab. 
Blick auf das Londoner Finanzzentrum Canary Wharf. | Foto: picture alliance / Will Oliver/EPA/dpa | Will Oliver
Blick auf das Londoner Finanzzentrum Canary Wharf. | Foto: picture alliance / Will Oliver/EPA/dpa | Will Oliver

Nach Goldman Sachs verabschiedet sich nun auch JP Morgan in Großbritannien von der Boni-Obergrenze. Dies berichtet ”Bloomberg”. Möglich ist das, weil die Grenze nur in der EU gilt und damit die Londoner Banken nicht mehr an die Vorgaben aus Brüssel gebunden sind. 

Die JP-Morgan-Banker können damit künftig einen Bonus erhalten, der das Zehnfache ihres Grundgehalts beträgt, wie Bloomberg mit Verweis auf Insider berichtet. Bislang galt das Zweifache ihres Festgehalts als Obergrenze.

Festgehälter bleiben erst einmal

Ein Sprecher von JP Morgan sagte, die US-Bank habe eine der ”attraktivsten und ausgewogensten” Gehaltsstrukturen der Branche. Vorerst plant JP Morgan offenbar keine wesentlichen Änderungen an den Festgehältern der britischen Mitarbeiter. 

Die Bonusobergrenze wurde 2014 von der Europäischen Union eingeführt und begrenzte die Boni von so genannten wesentlichen Risikoträgern auf das Doppelte ihres Jahresgehalts. Damit sollte die übermäßige Risikobereitschaft im Bankensektor nach der Finanzkrise 2008 eingedämmt werden. Die Effekte sind allerdings umstritten. Im vergangenen Jahr hoben die Behörden die Obergrenze in Großbritannien wieder auf. 

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