Debatte um Größe der Bank: UBS-Chef wirft Kritikern "Populismus" vor

Die Schweizer Großbank sei ein ”Leuchtturm für den Schweizer Finanzplatz” und der ”einzige wirklich globale Vermögensverwalter”, schwärmte Sergio Ermotti bei einer Rede an einer Universität.
Sergio Ermotti trotzt den Kritikern | Foto: picture alliance/KEYSTONE | URS FLUEELER
Sergio Ermotti trotzt den Kritikern | Foto: picture alliance/KEYSTONE | URS FLUEELER
Reuters

UBS-Konzernchef Sergio Ermotti hat die heimische Kritik an der Größe des Schweizer Bankkonzerns zurückgewiesen. ”Leider gibt es zu viele uninformierte, populistische und Angst verbreitende Stimmen in Medien, Politik und Wissenschaft”, sagte der CEO laut Redetext am Dienstag in einer Rede an der Universität Luzern. 

”Viele dieser Stimmen sehen nur die Gefahr einer großen Bank in unserem Land.” Ein breit abgestützter Finanzplatz mit einer global vernetzten Bank als Herzstück biete den Schweizer Unternehmen und Haushalten Kapital, Beratung und Know-how. Die UBS spiele hier eine wichtige Rolle. ”Als Leuchtturm für den Schweizer Finanzplatz und als der einzige wirklich globale Vermögensverwalter.”

Kritiker: Gefahr für das ganze Land

In kaum einem anderen Land hat ein einzelnes Institut so großes Gewicht wie in der Schweiz die UBS, die die Credit Suisse im März 2023 in einer Notübernahme schluckte. Doch falls der entstandene Bankenkoloss ebenfalls einmal in Wanken geraten sollte, wäre das Kritikern zufolge eine Gefahr für das ganze Land und könnte die Steuerzahler Hunderte Milliarden Franken kosten.

Die UBS könne Verluste von etwa 200 Milliarden Dollar absorbieren, erklärte Ermotti in der Rede weiter. Darüber hinaus hat die Bank umfassende Sanierungs- und Abwicklungspläne. Der Sanierungs-Plan diene dazu, dass die Bank auch in einer sehr schweren Krise wieder aus eigener Kraft zum normalen Geschäftsbetrieb zurückfinden könne. Sollte die Sanierung aus eigener Kraft scheitern, käme die von der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma vorgesehene Abwicklung zum Zug.

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