Die EZB macht ernst: Erste Banken müssen Geldstrafe zahlen, weil sie Klimarisiken zu wenig beachten

Nach einem Medienbericht sind vier Institute betroffen. Allerdings fallen die Strafzahlungen eher niedrig aus und sind daher eher symbolischer Natur. 
Das EZB-Gebäude (r.) in Frankfurt, im Vordergrund leuchtende Mohnblumen | Foto: picture alliance / greatif | Florian Gaul
Das EZB-Gebäude (r.) in Frankfurt, im Vordergrund leuchtende Mohnblumen | Foto: picture alliance / greatif | Florian Gaul

Die Europäische Zentralbank hat zum ersten Mal Geldbußen gegen mehrere Banken verhängt, da diese Klimarisiken ignoriert haben. Das berichtet ”Bloomberg” mit Verweis auf Insider. Demnach könnten bis zu vier Geldinstitute betroffen sein, die die EZB-Richtlinien zur Bewertung klimabedingten Risiken missachtet haben. Strafen könnten bis zu fünf Prozent des durchschnittlichen Tagesertrags einer Bank ausmachen. Ein Sprecher der EZB lehnte einen Kommentar ab.

Waren die Mahnbriefe an die Banken berechtigt, Herr Quick?

Die EZB hatte zuvor wiederholt moniert, dass viele Banken sich nicht ausreichend auf die ökonomischen Folgen extremer Wetterereignisse und den drohenden Marktverlust von Kunden mit hohem CO2-Fußabdruck vorbereitet hätten. 

Mangelndes Management von Klimarisiken: EZB droht Banken mit Zwangsgeldern

Nach den Vorgaben der EZB müssen Banken eine Bewertung ihrer erheblichen Risiken sowie deren Auswirkungen auf ihre Kapitalrückstellungen vornehmen. 

Frank Elderson, Mitglied des EZB-Direktoriums, hatte immer wieder die Dringlichkeit der Risikobewertung hervorgehoben und vor Schwachstellen im Risikomanagement der Banken gewarnt. 

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