Effenberg-Bank: Aufsicht ermittelt wohl gegen Abschlussprüfer

Die für Wirtschaftsprüfer zuständige Aufsichtsbehörde Apas hat einem Medienbericht zufolge Ermittlungen gegen das Prüfinstitut PDG aufgenommen. Es hatte jahrelang die Bilanzen der Skandalbank geprüft.
Das Logo der VR-Banken. | Foto: picture alliance / Snowfield Photography | D. Kerlekin/Snowfield Photography
Das Logo der VR-Banken. | Foto: picture alliance / Snowfield Photography | D. Kerlekin/Snowfield Photography

Bei der als Effenberg-Bank bekannten VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden sind nun die Abschlussprüfer ins Visier geraten. Laut ”Handelsblatt” ermittelt die Aufsichtsbehörde Apas gegen das Prüfungsinstitut PDG. Es hatte die Jahresabschlusse des Instituts geprüft und für einwandfrei befunden. 

Unter anderem wegen Immobiliengeschäften geriet die Bank allerdings in Schieflage. Der von der Finanzaufsicht BaFin entsandte Sonderbeauftragte Christian Gervais bezifferte den Abschreibungsbedarf auf einer außerordentlichen Generalversammlung im März für die Jahre 2022 und 2023 auf 280 Mio. Euro. Die VR-Bank rettete sich unter den Schutzschirm des Bundesverbands der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). 

Laut BaFin habe es in der Bank in der Vergangenheit ”in erheblichem Ausmaß Scheingewinne, Bilanzkosmetik und hochriskante Geschäfte” gegeben, mehrere Jahresabschlüsse seien falsch, so das ”Handelsblatt”. 

Die für Wirtschaftsprüfer zuständige Aufsichtsbehörde Apas hat laut dem Bericht ein Berufsaufsichtsverfahren im Zusammenhang mit den Abschlussprüfungen der Jahre 2020, 2021 und 2022 eingeleitet. Ein Sprecher habe dies bestätigt, aber keine Details genannt. 

Die PDG, 2006 als Genossenschaftlicher Prüfungsverband e.V. in Erfurt gegründet, äußerte sich nicht zu der Angelegenheit.

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