Risikovorsorge verdreifacht - Deka verpasst den Milliardengewinn

Das Institut hat die Krise am US-Immobilienmarkt zu spüren bekommen. Für 2024 erwartet der Vorstand einen weiteren, starken Rückgang. 
Die Deka hat im vergangenen Jahr den angepeilten Milliardengewinn verpasst. | Foto: picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst
Die Deka hat im vergangenen Jahr den angepeilten Milliardengewinn verpasst. | Foto: picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst
dpa, Reuters

Die Deka hat wegen einer Verdreifachung der Risikovorsorge im vergangenen Jahr Abstriche beim Gewinn machen müssen und damit ihr eigenes Ziel verfehlt. Das Wertpapierhaus der Sparkassen hat den angepeilten Milliardengewinn 2023 verpasst und plant nun auch für das laufende Jahr vorsichtiger. Mit 971,5 Mio. Euro lag das wirtschaftliche Ergebnis knapp unter dem Vorjahresrekord von 984,8 Mio. Euro, wie das Institut in Frankfurt mitteilte.

Noch Mitte November hatte Vorstandschef Georg Stocker den Ausblick erhöht und für das Gesamtjahr 2023 ein wirtschaftliches Ergebnis um 10 bis 20 Prozent über dem Rekordgewinn des Jahres 2022 in Aussicht gestellt.

2024 dürfte das Ergebnis um 30 Prozent sinken

”Vor dem Hintergrund der nach wie vor vorhandenen geopolitischen Spannungen und der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet die Deka für das Geschäftsjahr 2024 ein wirtschaftliches Ergebnis von rund 700 Mio. Euro”, teilte das Institut nun mit. Das wäre ein Einbruch von fast 30 Prozent gegenüber 2023.

Die Deka baute ihre Erträge im vergangenen Jahr um 2,1 Prozent auf 2,28 Mrd. Euro aus. Das Zinsergebnis verdoppelte sich wegen der deutlich gestiegenen Zinsen fast auf 487,5 Mio. Euro. Allerdings erhöhte die Deka ihre Risikovorsorge im Kredit- und Wertpapiergeschäft netto auf 126,8 Mio. Euro - eine Verdreifachung nach 41 Mio. Euro im Vorjahr. Deutlich wurde, wie sehr die Deka die Turbulenzen auf dem Gewerbeimmobilienmarkt in den USA zu spüren bekommt: Im Immobilienfinanzierungsgeschäft stellte die Gesellschaft insgesamt 143,2 Mio. Euro zurück. Im Spezialfinanzierungsgeschäft wurde dagegen Vorsorge von netto 19,9 Mio. Euro aufgelöst.

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