Fällt die Bankenabgabe 2024 weg?

Die Aufbauphase des Abwicklungsfonds könnte schon im Februar Geschichte sein. Das Einlagenvolumen könnte danach ab dem kommenden Jahr zur entscheidenden Größe werden.
Auch die Frankfurter Banken freuen sich über die Entlastung. | Foto: picture alliance / greatif | Florian Gaul
Auch die Frankfurter Banken freuen sich über die Entlastung. | Foto: picture alliance / greatif | Florian Gaul

Die europäische Bankenabwicklungsbehörde SRB steht noch im Februar offenbar vor der Entscheidung, die Aufbauphase des Abwicklungsfonds abzuschließen. Das meldete das Finanzportal Platow.

Sewing rechnet mit 400 Mio. Euro Ersparnis

Das hätte möglicherweise zur Folge, dass für 2024 die Bankenabgabe komplett wegfällt. Ab dem kommenden Jahr soll dann eine andere Berechnungsgrundlage gelten: Die Entwicklung des Einlagenvolumens der europäischen Banken. Christian Sewing hatte auf der Bilanzpressekonferentz bereits darauf Bezug genommen. Er rechne damit, dass die Ausgaben für Bankenabgaben im Vergleich zu 2023 um bis zu 400 Mio. Euro sinken würden. 

Mitte vergangenen Jahres hatte die SRB bereits vermeldet, dass das Zielvolumen von 77,6 Mrd. Euro des aus der Bankenabgabe gespeisten Abwicklungsfonds möglicherweise erreicht sei. Acht Jahre lang wurde dieses aufgebaut. Die Zielgröße steht allerdings nicht fest, sondern ist abhängig von der Entwicklung des Einlagenvolumensvariabel.

In Deutschland 2,63 Mrd. Euro eingezahlt

Nach Angaben der BaFin, die hierzulande für das Einsammeln des Geldes verantwortlich ist, haben die 1.265 deutschen Institute 2023 insgesamt 2,63 Mrd. Euro in den Abwicklungstopf eingezahlt. Mit 1,55 Mrd. Euro berappten die Groß- und Regionalbanken am meisten, gefolgt von den Landesbanken, der Dekabank und der DZ Bank mit 433 Mio. Euro. Weitere 306 Mio. Euro leisteten die Sparkassen und nur 192 Mio. Euro die Genossen. 

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