NordLB verliert ihren Finanzvorstand

Olof Seidel verlässt die Landesbank auf eigenen Wunsch. Ein Nachfolger ist bislang offenbar nicht gefunden. 
Ab 2024 nicht mehr dabei: Olof Seidel. | Foto: NordLB
Ab 2024 nicht mehr dabei: Olof Seidel. | Foto: NordLB
reuters, Daniel Rohrig

Trotz wieder schwarzer Zahlen: Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) verliert ihren Finanzvorstand. Olof Seidel (55) verlasse die NordLB zum Jahresende auf eigenen Wunsch, teilte das Institut mit. Seidel wolle sich neuen beruflichen Herausforderungen widmen. 

”Mit Olof Seidel verlieren wir einen sehr geschätzten Kollegen, der einen entscheidenden Beitrag zur erfolgreichen Neuausrichtung der Bank geleistet hat”, erklärte NordLB-Chef Jörg Frischholz. 

Für den Umbau der Bank verantwortlich

Seidel war seit 2017 für den Umbau der Bank verantwortlich und sitzt seit 2020 im Vorstand des Hannoveraner Instituts. Er war laut der Mitteilung zudem maßgeblich an der Vorbereitung der Rekapitalisierung der Landesbank vor vier Jahren beteiligt. Wer Seidel nachfolgen soll, teilte das Geldhaus nicht mit.

NordLB besänftigt ihre Kritiker mit schwarzen Zahlen

Die NordLB war zuletzt auch dank der Zinswende wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Der Vorsteuergewinn lag im ersten Halbjahr bei 143 Mio. Euro nach 90 Mio. Euro Verlust vor Jahresfrist.

Immer noch im Transformationsprozess

Nach der Rettung des angeschlagenen Instituts - auch mit Steuermitteln - vor vier Jahren betrug der Transformationsaufwand im ersten Halbjahr 2023 immer noch minus 19 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es minus 46 Mio. Euro.

Wieder schwarze Zahlen: Halbjahresergebnis 2023 der NordLB steigt deutlich

Von den Schiffsfinanzierungen, die damals auch zu der schlechten Lage geführt hatten, hat die Landesbank offenbar genug. Sie werden bald eingestellt, wie ein Sprecher FinanzBusiness jüngst sagte.

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