EZB-Zinsentscheid: Bundesbank-Chef bleibt sibyllinisch

Kommt die Zinspause oder geht es weiter nach oben? Joachim Nagel lässt sich nur wenig zu dem Thema entlocken. Anders sein österreichischer Kollege.
Joachim Nagel. | Foto: Torsten Silz
Joachim Nagel. | Foto: Torsten Silz
dpa

Bundesbankchef Joachim Nagel hält sich mit Blick auf die nächste Zinsentscheidung der EZB bedeckt. ”Wir werden sehen, was wir im September tun müssen”, sagte er auf einer Podiumsdiskussion im österreichischen Alpbach. Er sei nicht bereit, bereits Signale zu geben.

Anders hatte sich sein österreichischer Kollege Robert Holzmann geäußert, der gegen eine Zinspause ist. Er sehe Argumente für eine weitere Anhebung auf der nächsten Sitzung am 14. September, sagte der österreichische Notenbankchef in einem Bloomberg-Interview.

Nächste Sitzung am 14. September

Mit Blick auf die Inflation könne noch keine Entwarnung gegeben werden, sagte Holzmann. Die EZB hat im Kampf gegen den starken Preisauftrieb seit Sommer 2022 neun Mal in Folge die Zinsen angehoben - zuletzt im Juli. Der am Finanzmarkt wichtige Einlagensatz liegt seither bei 3,75 Prozent, das höchste Niveau seit 23 Jahren. Für die nächste Zinssitzung am 14. September hat die EZB den Finanzmärkten noch keine Orientierungslinie gegeben. 

Ein Redeauftritt von EZB-Chefin Christine Lagarde auf dem Notenbank-Symposium in Jackson Hole brachte auch keine Klarheit. Die Französin betonte lediglich, dass in der von Unsicherheiten geprägten aktuellen Lage an einer hinreichend straffen Geldpolitik festgehalten werden müsse. 

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