KfW halbiert 2022 den Gewinn

Das Fördervolumen steigt aber um 56 Prozent. Im ersten Quartal 2023 stieg das Neugeschäft bereits wieder.
Stefan Wintels, Vorstandschef der KfW | Foto: KfW
Stefan Wintels, Vorstandschef der KfW | Foto: KfW

Der Gewinn der Förderbank KfW ist 2022 von 2,22 Mrd. auf 1,18 Mrd Euro eingebrochen. Das ist aber nach Angaben des Instituts nicht ohne weiteres vergleichbar, da das Vorjahresergebnis durch ”Sonder-Corona-Aufholeffekte” begünstigt gewesen sei, wie es in der Mitteilung im Vorfeld hieß.

Das Fördervolumen und das Neugeschäft sind um 56 Prozent auf 166,9 Mio.. Euro gestiegen. Im Vorjahr waren es 107 Mio. Euro. Grund hierfür seien großvolumige Zuweisungsgeschäfte in Höhe von 58,3 Mrd. Euro gewesen - dabei ging es um die Sicherstellung der Energieversorgung in Deutschland.

Auf das Inland entfiel dabei eine Fördersumme von 136, 1 Mrd. Euro. Im Vorjahr waren es 82,9 Mrd. Euro. Der Förderaufwand lag 2022 mit 305 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahr mit 188 Mio. Euro. Deutlich nach unten ging es indes mit dem Bewertungsergebnis von 766 Mio. Euro im Jahr 2021 auf 89 Mio. Euro im vergangenen Jahr. Dies sei ”infolge zusätzlicher latenter Vorsorge infolge des eingetrübten Ausblicks für Branchen und Länder” geprägt gewesen.

Die Bilanzsumme ist um 3,9 Mrd. auf 554,6 Mrd. Euro gewachsen. Zur Refinanzierung der Geschäfte hat die KfW an den Märkten Mittel in Höhe von 89,4 Mrd. Euro aufgenommen.

”Multiple Krisen wie der Krieg in der Ukraine und die hierauf folgende Energiekrise haben die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KfW 2022 geprägt”, sagte Bernd Loewen, Finanzvorstand der KfW. ”Mit der weiteren Stärkung des Eigenkapitals durch den Konzerngewinn sowie auch die zinsbedingt rückläufigen Pensionsverpflichtungen ist die KfW trotz des Krisenumfelds finanziell unverändert gut aufgestellt und hat ihren Förderspielraum weiter ausbauen können.” Einen Ausblick auf der Gesamtjahr 2023 wagte er zunächst aber nicht.

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