Europäische Zentralbank erhöht Leitzinsen um je 50 Basispunkte

Der EZB-Rat hat auf seiner jüngsten Sitzung eine erneute Anhebung der Zinssätze beschlossen. Zuvor hatte es Spekulationen über die Höhe aufgrund der von der Silicon Valley Bank ausgelösten Krise gegeben.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde | Foto: picture alliance/KEYSTONE | MARTIAL TREZZINI
EZB-Präsidentin Christine Lagarde | Foto: picture alliance/KEYSTONE | MARTIAL TREZZINI

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) ist seinem angekündigten Vorgehen gefolgt und hat auf seiner März-Sitzung die drei Leitzinssätze um jeweils o,5 Prozentpunkte angehoben. Das gab die Notenbank jetzt bekannt.

”Dies steht im Einklang mit seiner Entschlossenheit, eine zeitnahe Rückkehr der Inflation auf das mittelfristige Zwei-Prozent-Ziel sicherzustellen”, heißt es in einer Mitteilung.

Die EZB macht zudem deutlich, dass sie das europäischen Bankensystem für sicher hält. Sie ist aber auch bereit, im Notfall Hilfen für die Institute bereitzustellen: ”Der Bankensektor des Euroraums ist widerstandsfähig: Kapital- und Liquiditätspositionen sind solide”, heißt von Seiten der EZB. In jedem Fall verfüge die EZB über alle geldpolitischen Instrumente, um das Finanzsystem des Euroraums erforderlichenfalls mit Liquiditätshilfen zu unterstützen und die reibungslose Transmission der Geldpolitik aufrechtzuerhalten.

Inflation von 5,3 Prozent in diesem Jahr in der Eurozone erwartet

Mit Blick auf die Inflation prognostizierte die Notenbank folgende Werte für die kommenden Jahre: Die EZB erwartet eine durchschnittliche Inflation von 5,3 Prozent für 2023, 2,9 Prozent für 2024 und 2,1 Prozent für 2025.

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