FinanzBusiness

Credit Suisse gelingt Milliarden-Kapitalerhöhung

Die Maßnahmen zur Stärkung des Kernkapitals umfassen sowohl eine Bezugsrechtsemission als auch eine Privatplatzierung. Insgesamt beschafft die Bank rund vier Milliarden Franken.

Axel P. Lehmann, Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse | Foto: Credit Suisse

Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat die erste der beiden geplanten Kapitalerhöhungen unter Dach und Fach gebracht. Eine Gruppe qualifizierter Anleger hat laut einer Mitteilung vom Donnerstagabend 462 Mio. Aktien zum Preis von 3,82 Franken das Stück gekauft. Der Bruttoerlös für die Bank beträgt damit 1,76 Mrd. Franken.

Davon ist der Löwenanteil an die Saudi National Bank (SNB) gegangen, und zwar fast 308 Millionen Aktien. Diese wird nach der Transaktion somit 9,9 Prozent an der Credit Suisse halten.

Bezugsrechtsemission soll 2,24 Milliarden einbringen

Weitere 2,24 Mrd. Franken verspricht sich die Bank aus einer weiteren Kapitalerhöhung über 889 neue Mio. Aktien an die bisherigen Aktionäre. Ihnen werden die neuen Anteilsscheine zu einem Bezugspreis von 2,52 Franken pro Stück angeboten, wie die Bank am Donnerstag mitteilte.

Diesen Bezugspreis hatte die Credit Suisse bereits Ende Oktober in Aussicht gestellt. Die Eigentümer sollen für sieben alte Aktien zwei neue Anteile beziehen können.

Bezugsrechtshandel ab kommender Woche

Der Bezugsrechtshandel ist für 28. November bis 6. Dezember vorgesehen, die Einlösefrist für 28. November bis 8. Dezember. Erstmals an der Schweizer Börse SIX gehandelt werden sollen die neuen Titel am 9. Dezember.

Transformation und Stärkung des Kernkapitals

Die Erhöhung des Aktienkapitals soll die Quote des harten Kernkapitals (CET1) der Credit Suisse stärken und ihre strategische Transformation unterstützen.

Radikaler Umbau bei der Credit Suisse

Mehr von FinanzBusiness

Fusion der Landesbausparkassen im Süden kommt

Das grün-schwarze Kabinett in Stuttgart hat den Weg frei gemacht für die Verschmelzung der zwei süddeutschen Landesbausparkassen. Für das Zustandekommen der größten öffentlich-rechtliche Bausparkasse soll ein Staatsvertrag abgeschlossen werden.

Elke König gibt den SRB-Vorsitz ab

Der Franzose Dominique Laboureix folgt auf die ehemalige BaFin-Chefin, die seit 2015 an der Spitze des Abwicklungsfonds für notleidende Banken in der EU steht. Ihr Mandat konnte nicht verlängert werden.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Neueste Nachrichten