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ComTS-Streik wird in Hamm und Leipzig fortgeführt

Mit zwei zentralen Kundgebungen und drei Tagen Ausstand an fünf Standorten will die Gewerkschaft den Druck auf die Commerzbank erhöhen. Bislang verweigert die Bank die Aufnahme von Tarifgesprächen für ihre Tochtergesellschaften.

Verdi-Streik im Jahr 2019. | Foto: picture alliance/dpa | Christophe Gateau

Verdi wird von heute an die Streiks bei den Commerzbank-Töchtern ComTS fortsetzen. In Duisburg, Hamm, Erfurt, Halle und Magdeburg sollen die Beschäftigen drei Tage lang in den Ausstand gehen. Geplant sind zwei große Streikkundgebungen: Eine in Hamm vor dem Hauptbahnhof sowie eine vor dem Commerzbank-Gebäude in Leipzig . Morgen und übermorgen sollen die Streikenden dagegen zu Hause zu bleiben, Kundgebungen finden dann nicht statt.

Dass es bei Tochtergesellschaften in einem Konzern, in dem der Bund als Anteilseigner eine bedeutende Rolle spielt, keine Tarifverträge gibt, ist nicht akzeptabel.

Christoph Schmitz, Bundesvorstandsmitglied von Verdi

”Dass es bei Tochtergesellschaften in einem Konzern, in dem der Bund als Anteilseigner eine bedeutende Rolle spielt, keine Tarifverträge gibt, ist nicht akzeptabel”, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz im Vorfeld.

Bereits Anfang Oktober hatte Verdi die fünf Standorte bestreikt, um die Bank an den Verhandlunsgtisch zu zwingen. Bislang weigert sich die Commerzbank nämlich, Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft aufzunehmen.

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An den ComTS-Standorten werden von ca. 1.700 Beschäftigten nachgelagerte Arbeiten aus dem Bankgeschäft wie Zahlungsverkehr, Kreditbearbeitung, Compliance und bankinterne Postläufe erledigt.

Verdi fordert für die ComTS-Gesellschaften unter anderem einen Mindeststundenlohn von 14 Euro, regelmäßige und transparente Gehaltserhöhungen, ein 13. Monatsgehalt, die Abschaffung von Abruf-Arbeitsverträgen sowie ein Energiegeld in Höhe von zwei Mal 1.500 Euro für die Jahre 2022 und 2023 zum Ausgleich der aktuellen Preissteigerungen im Energiebereich.

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