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14 Prozent der Deutschen wollen Dispokredit für Urlaubsfinanzierung nutzen

Urlaub auf Pump ist trotz der wirtschaftlich angespannten Lage weiterhin eine Option für rund jeden Siebten in Deutschland, wie eine Umfrage von Yougov ergab. Dabei benötigen knapp 30 Prozent der Befragten eine vierstellige Summe.

Strand in Griechenland. | Foto: picture alliance / ANE / Eurokinissi | Giorgos Kontarinis / Eurokinissi

Urlauber lassen sich nach zwei Corona-Jahren laut einer jüngsten Umfrage auch nicht von finanziellen Engpässen schrecken. So sind 14 Prozent der Menschen in Deutschland bereit, für die schönsten Wochen des Jahres ihr Konto mit einem Dispositionskredit zu überziehen, wie aus einer Yougov-Umfrage im Aufrag des Vergleichsportals Check24 hervorgeht. Vergangenes Jahr waren es noch 17 Prozent.

Fünf Millionen Deutsche planen Urlaubsfinanzierung über Dispo-Kredit

Dabei nutzen acht Prozent der gut 2000 Befragten den von ihrem Kreditinstitut eingeräumten Überziehungsrahmen für einen Teil der Urlaubskosten. Sechs Prozent finanzieren ihre Ausgaben demnach größtenteils per Dispo. Weitere fünf Prozent nutzen einen Ratenkredit zur Finanzierung.

Ergebnis einer Online-Umfrage der Yougov Deutschland im Auftrag von Check24, an der 2.047 Personen zwischen dem 3.6. und 6.6.2022 teilnahmen. | Foto: Yougov
Ergebnis einer Online-Umfrage der Yougov Deutschland im Auftrag von Check24, an der 2.047 Personen zwischen dem 3.6. und 6.6.2022 teilnahmen. | Foto: Yougov
Bei der Umfrage gaben 27 Prozent der Disponutzer an, eine vierstellige Summe für die Urlaubsfinanzierung zu benötigen, 12 Prozent brauchen sogar mehr als 1500 Euro. Knapp zwei Drittel der Befragen gehen von bis zu 500 Euro beziehungsweise bis zu 1000 Euro aus.

Nachholbedarf aus Corona-Zeit überwiegt

Dass der Dispo laut Check24 eine der teuersten Kreditformen überhaupt ist, scheint die Verbraucher nicht abzuschrecken. Ob Urlauber die Dispokredite auch in Anspruch nehmen, weil die hohe Inflation die Kaufkraft schmälert, geht aus der Umfrage nicht hervor. Die GfK-Konsumforscher waren jüngst zu dem Ergebnis gekommen, dass die Menschen zwar bei Gütern des täglichen Bedarfs wie Lebensmitteln oder Körperpflegeprodukten wegen der gestiegenen Verbraucherpreise den Gürtel enger schnallen.

Bei Reisen werde in diesem Sommer dagegen noch nicht gespart. Nach über zwei Jahren Corona-Pandemie bestehe hier ein großer Nachholbedarf bei den Konsumenten.

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