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Grenkes Konzerngewinn steigt im zweiten Quartal 2022 um 15 Prozent

Im Zweiten Quartal 2022 ist der Gewinn nach Steuern gestiegen. Außerdem beziffert die Bank zum ersten Mal mehr als eine Million laufende Leasingverträge.

Der Grenke-Schriftzug. | Foto: Grenke

Das Finanzunternehmen Grenke hat im zweiten Quartal 2022 seinen Konzerngewinn nach Steuern auf 20,9 Mio. Euro erhöhen können, was einem Zuwachs um 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (18,3 Mio. Euro) entspricht. Das teilte das Unternehmen jetzt mit.

Wir haben zum richtigen Zeitpunkt beschleunigt und konnten unseren Gewinn erneut steigern.

Sebastian Hirsch, Grenke-CFO

”Unser Plan scheint aufzugehen. Wir sind dank unserer finanziellen Widerstandskraft bestmöglich aufgestellt und das Neugeschäftswachstum gibt uns zusätzliche Substanz. Vor allem die Qualität unserer Leasingforderungen ist ein solides Rückgrat unserer Profitabilität“, sagt Grenke-CEO Michael Bücker.

Zum positiven Ergebnis trug insbesondere das Leasingneugeschäft bei, das sich seit Ende des vergangenen Jahres positiv entwickelt, wie das Institut mitteilte. Dieses betrug 1,1 Mrd. Euro im ersten Halbjahr dieses Jahres (Vorjahreszeitraum: 0,8 Mrd. Euro) und führte zu einem Gewinn von insgesamt 41,5 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 32,3 Mio. Euro).

”Wir haben zum richtigen Zeitpunkt beschleunigt und konnten unseren Gewinn erneut steigern. Gleichzeitig haben wir jetzt mit über einer Million aktiver Leasingverträge eine neue Dimension erreicht“, sagt Grenke-CFO Sebastian Hirsch.

Außerdem sanken die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge um 29,0 Prozent auf 28,1 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum lagen sie bei 39,5 Mio. Euro. Das Institut nennt als Ursache das gute Zahlungsverhalten der Kunden. Die resultierende Schadenquote lag im Quartalszeitraum mit 1,3 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert von 1,8 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet Grenke mit einer Quote zwischen 1,4 und 1,7 Prozent..

Gute Zahlen im Ausblick erwartet

Die Bilanzsumme lag zum Stichtag Ende Juni 2022 bei 6,4 Mrd. Euro (Vorjahreszeiztraum: 6,7 Mrd Euro).

Der größte Posten in der Bilanz sind die kurz- und langfristigen Leasingforderungen, die zum Stichtag 5,1 Mrd. Euro ausmachen, wie schon zum 31. Dezember 2021. Ende Juni lag die Liquidität in Form von Zahlungsmitteln bei rund 0,5 Mrd. Euro (Ende des Jahres waren es noch 0,9 Mrd. Euro).

Die Eigenkapitalquote stieg zum 30. Juni 2022 auf 20,2 Prozent. Ein halbes Jahr zuvor lag sie noch bei 19,1 Prozent.

Grenke geht im Ausblick von einem weiteren Wachstum im Leasingneugeschäft und einem stabilen Zahlungsverhalten der Kunden aus. Grenke erwartet ein Leasingneugeschäft zwischen 2,0 Mrd. und 2,2 Mrd. Euro für das Geschäftsjahr 2022.

Außerdem erwartet der Vorstand einen Jahresgewinn nach Steuern von 75 Mio. bis 85 Mio. Euro.

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