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KfW verdoppelt Fördervolumen

Die staatliche Förderbank hat die Zahlen zum ersten Halbjahr vorgelegt. Auch an der KfW ist der Ukraine-Krieg nicht spurlos vorbeigegangen.

Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW. | Foto: KfW

Das Fördervolumen der KfW ist im ersten Halbjahr 2022 von 49,8 Mrd. Euro auf 95,1 Mrd. Euro gestiegen. Das geht aus den Geschäftszahlen hervor, die das Institut jetzt veröffentlichte. Auch die inländische Förderung bzw. Finanzierung konnte die Bank von 41,1 Mrd. Euro auf 87,0 Mrd. Euro im ersten Halbjahr verdoppeln. Das gelang unter anderem aufgrund der Unterstützungsmaßnahmen, um die Energieversorgung zu sichern (33,4 Mrd. Euro).

Die KfW unterstützt die deutsche Wirtschaft bei der Bewältigung der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine im besonderen Maße.

Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW

”Das Förderjahr 2022 ist bisher ein besonderes Jahr. Die KfW unterstützt die deutsche Wirtschaft bei der Bewältigung der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine im besonderen Maße”, sagt Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW. ”Zur Jahreshälfte haben wir im Auftrag des Bundes Kredite von mehr als 30 Mrd. Euro zur Sicherung der Energieversorgung in Deutschland zur Verfügung gestellt. Ebenfalls stehen wir bereit, vom Krieg betroffene kleine und mittelständische Unternehmen zu unterstützen. Nicht nur deshalb stehen Deutschland und Europa vor großen Transformationsherausforderungen. Die KfW wird ihren Beitrag dazu leisten.”

”Ich bin bei der KfW mittlerweile angekommen”, sagt Stefan Wintels

Die gute operative Entwicklung und moderate Risikovorsorge/Neubewertungen im Beteiligungsportfolio im zweiten Quartal sorgten zudem für ein positives Konzernergebnis in Höhe von 949 Mio. Euro. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hier waren es 1.396 Mio. Euro. Dies sei im Ukraine-Krieg begründet, heißt es vom Institut.

Betriebsergebnis leicht unter Vorjahresniveau

Das Eigentkapital stieg auf 35,9 Mrd. Euro und die Kernkapitalquote von 24,6 Prozent sorgen laut KfW für eine sehr robuste Risikotragfähigkeit.

Zudem stieg das Neukundengeschäft der KfW Bankengruppe auf von 49,8 Mrd. Euro auf 95,1 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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Das Betriebsergebnis vor Bewertungen lag mit 889 Mio. EUR etwas unter dem Vorjahresniveau von 915 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss lag bei 1.232 Mio. Euro (2021: 1.303 Mio. Euro). Das Provisionsergebnis lag mit 357 Mio. Euro etwas über dem Vorjahreswert von 304 Mio. Euro. Der Verwaltungsaufwand stieg mit 700 Mio. Euro leicht im Vergleich zum Vorjahr (2021: 692 Mio. Eur).

Die Bilanzsumme blieb mit 551,2 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahresendes 2021 (551,0 Mrd. Euro).


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