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Barclays bläst zum Angriff auf dem deutschen Markt

Deutschlandchefin Ingrid Hengster erzählte in einem Interview von ihrem Plan, den Marktanteil im Investmentbanking- und Firmenkundengeschäft innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verdoppeln. Dazu rüstet die Bank auch personell auf.

Ingrid Hengster | Foto: picture alliance / | R4200

Die britische Bank Barclays will ihren Marktanteil im Investmentbanking- und Firmenkundengeschäft innerhalb der nächsten fünf Jahre auf rund sechs Prozent verdoppeln, sagte Deutschlandchefin Ingrid Hengster in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg.

20 Einstellungen in anderthalb Jahren

In den vergangenen 18 Monaten habe Barclays etwa 20 Mitarbeiter in deutschsprachigen Abteilungen des Corporate- und Investmentbanking eingestellt - teils handelte es sich dabei um neu geschaffene Positionen.

Anfang des Jahres hatte die Bank zudem Sven Baumann zum Chef der Investmentbanking-Division in der DACH-Region ernannt. Er kam von der Citigroup. Bereits vergangenes Jahr war Anthony Samengo-Turner als Head of M&A für die DACH-Region ebenfalls neu ins Unternehmen gewechselt.

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Deutschland ist die Heimat vieler globaler Industriegiganten. Das ist einer der Gründe, warum der hiesige Markt für uns so interessant ist.

Ingrid Hengster, Deutschlandchefin von Barclays

”Deutschland ist die Heimat vieler globaler Industriegiganten. Das ist einer der Gründe, warum der hiesige Markt für uns so interessant ist”, begründet Hengster die Offensive. Dabei reiht sich Barclays hinter weiteren Auslandsbanken, allen voran den US-amerikanischen Platzhirschen JP Morgan, Morgan Stanley und Goldman Sachs ein, die bereits Expansionspläne im Firmenkundengeschäft beziehungsweise Investmentbanking verlautbart hatten.

Erholung bei M&A-Aktivitäten erst nächstes Jahr erwartet

Zudem sagte Hengster, dass die M&A-Pipeline im deutschsprachigen Raum ”stark” sei - sie eine spürbare Zunahme der Deal-Aktivitäten allerdings erst im zweiten Quartal des nächsten Jahres erwarte.

Hengster verließ vergangenes Jahr die staatliche Förderbank KfW in Richtung Barclays. Bei der KfW war sie als Vorständin für das Inlandsgeschäft zuständig. Bevor sie 2014 zur KfW kam, war Hengster bereits einige Jahre im Investmentbanking tätig, unter anderem von 1986 bis 1995 bei der Commerzbank und zuvor als Leiterin der Akquisitionsfinanzierung und strukturierten Finanzierung bei der UBS.

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