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Streik der Geldboten hat begonnen

Nach einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi haben Geldboten in Hessen die Arbeit niedergelegt. Banken sehen sich gut auf den Streik vorbereitet.

Geldabheben am Geldautomaten | Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres

Wegen eines Warnstreiks von Geldboten könnte Bargeld an Bankautomaten in Hessen stellenweise zur Mangelware werden. Die Arbeitsniederlegungen hätten wie geplant begonnen, sagte Guido Jurock, Streikleiter der Gewerkschaft Verdi, am Montag. Mit Beginn der Frühschicht habe die überwiegende Zahl der Beschäftigten einer Firma in Neu Isenburg ihre Arbeit niedergelegt. Der Schwerpunkt liege außerdem auf einem Unternehmen in Linden bei Gießen. Spontan schlossen sich der Gewerkschaft zufolge auch Geldboten von Firmen aus Frankfurt an.

Es könnte knapp werden an dem ein oder anderen Bankautomaten in Hessen.

Guido Jurock, Streikleiter der Gewerkschaft Verdi

Da nun ”mehr oder weniger alle Beschäftigten in der Wert- und Geldbranche” am Streik teilnehmen, geht der Verdi-Sprecher von Engpässen in der Bargeldversorgung aus: ”Es könnte knapp werden an dem ein oder anderen Bankautomaten in Hessen.” Der Streik der Geldboten, die neben Banken und Sparkassen auch Supermärkte beliefern, soll zwei Tage dauern und am 5. Juli abends mit der Spätschicht enden.

Verdi motiviert Geldboten zu Warnstreiks

Die Gewerkschaft Verdi hatte in ganz Deutschland Geldboten zu Warnstreiks aufgerufen, die die Maschinen sonst mit Bargeld befüllen. Die dritte Verhandlungsrunde zwischen den Arbeitgebern und der Gewerkschaft waren in der Nacht auf Donnerstag ohne Ergebnis auseinander gegangen.

Banken sehen sich für beginnenden Geldboten-Streik gewappnet

Eine Umfrage von FinanzBusiness hatte ergeben, dass Banken in der Regel gut auf den bundesweiten Warnstreik vorbereitet sind. Einige Institute haben die Bargeldbestände in den Filialen erhöht, um die Automaten selbst bestücken zu können, andere, wie die ING Deutschland oder die Commerzbank, wiesen zudem auf andere Möglichkeiten der Bargeldversorgung hin. So können Kunden auch in einigen Supermärkten Bargeld bekommen.

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Neue Mitarbeitende verzweifelt gesucht

Der Fachkräftemangel trifft auch die Finanzbranche mit voller Wucht: Laut einer Erhebung haben Banken in Deutschland im ersten Halbjahr mehr als 65.000 offene Stellen ausgeschrieben, das sind 81 Prozent mehr als im Vorjahr.

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