FinanzBusiness

Kundeneinlagen bei der VTB Bank Europe schrumpfen

Das Volumen reduzierte sich um 40 Prozent. Frank Hellwig, der Sonderbeauftragte der BaFin, hält die Situation aber für verkraftbar.

Logo der VTB Bank | Foto: picture alliance / Russian Look | Maksim Konstantinov

Die europäische Tochter der zweitgrößten russischen Bank VTB bewertet ihre finanzielle Situation trotz eines deutlichen Rückgangs der Kundeneinlagen als stabil.

”Wir haben die starken Abflüsse von Einlagen, die durch fristgerechte Kündigungen von Tages- und Festgeldern entstanden sind, ohne unüberwindbare Probleme verkraften können”, erklärte der Chef der VTB Bank Europe, Frank Hellwig. Den Angaben zufolge sanken die Kundeneinlagen zu Ende Mai um mehr als 40 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro von noch 4,1 Mrd. Euro zum Jahresende 2021.

Hellwig kontrolliert die VTB Europa im Auftrag der BaFin

Die Finanzaufsicht BaFin hatte der russischen Muttergesellschaft VTB im Zuge der Sanktionen wegen Ukraine-Kriegs die Kontrolle über ihre europäische Tochter entzogen und Hellwig im April als Sonderbeauftragten eingesetzt. Er führt nun das Unternehmen als Vorstandschef. Die VTB Bank Europe äußerte sich zum ersten Mal zur finanziellen Situation, seitdem die BaFin die Tochter von ihrer russischen Mutter abgeschirmt hat.

Frank Hellwig ist BaFin-Sonderbeauftragter für die VTB Bank Europe

Im Zuge der Sanktionen gegen die Muttergesellschaft hätten einige Kunden die fälligen Zinszahlungen eingestellt oder diese zurückgehalten, erklärte Finanzchef Miro Zadro. Doch das Volumen der ausstehenden Zahlungen lasse sich durch ”teils sehr kreative Lösungen” im Griff halten, fügte er hinzu. Die VTB Bank Europe sei gut mit Kapital ausgestattet.

Mehr von FinanzBusiness

Fünf Millionen Datensätze werden bei der IT-Fusion umgestellt

Im Januar sind die Sparkassen Worms-Alzey-Ried und Mainz juristisch verschmolzen, jetzt kommt die technische Fusion. Die Institute haben dabei Experten des zentralen IT-Dienstleisters Finanz Informatik im Boot. Die größte Herausforderung ist die Umstellung im laufenden Geschäftsbetrieb.

Neue Mitarbeitende verzweifelt gesucht

Der Fachkräftemangel trifft auch die Finanzbranche mit voller Wucht: Laut einer Erhebung haben Banken in Deutschland im ersten Halbjahr mehr als 65.000 offene Stellen ausgeschrieben, das sind 81 Prozent mehr als im Vorjahr.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Neueste Nachrichten

Weitere Stellenanzeigen zeigen