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M&A-Geschäft in Deutschland nimmt wieder Fahrt auf

Einer Analyse von Refinitiv zufolge, hat sich der erste Schock über die Invasion in der Ukraine bei den Investoren mittlerweile gelegt. Die meisten Fusionen und Übernahmen betreute zuletzt die Bank of America.

Filiale der Bank of America in den USA (Symbolbild) | Foto: picture alliance / abaca | Niviere David/ABACAPRESS.COM

Seit Mai zieht das Geschäft am Markt für Mergers & Acquisitions (M&A) allmählich wieder an, wie aus Daten des Finanzinformations-Dienstleisters Refinitiv hervorgeht. Mit 47,7 Mrd. Dollar ist das M&A-Volumen mit deutscher Beteiligung in diesem Jahr aber trotzdem so niedrig wie seit 2015 nicht mehr - und 43 Prozent niedriger als im Boom-Jahr 2021.

Bei Fusionen und Übernahmen liegt die Bank of America vorn

Dabei zeigte sich auch, welche Berater am erfolgreichsten waren. So konnte die Bank of America bei Fusionen und Übernahmen glänzen. Deren Investmentbanker waren an zwölf Transaktionen im Volumen von 8,9 Mrd. Dollar beteiligt, gefolgt von JP Morgan (8,1 Mrd. Dollar) und der Deutschen Bank (7,6 Mrd. Dollar).

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Einzige Investmentbank mit mehr Transaktionvolumen als im Vorjahr ist Rothschild als Vierter mit 7,2 Mrd. Dollar. Goldman Sachs, vor einem Jahr noch an der Spitze, fällt auf Platz sieben zurück.

Finanzinvestoren weiter aktiv

Im Geschäft mit Eigenkapital-Emissionen (ECM) ist die Rangliste wenig aussagekräftig, nachdem die Kapitalerhöhungen von TUI und Hochtief mit jeweils gut über 400 Mio. Dollar die größten Transaktionen waren. Mit Abstand vorne liegt die US-Investmentbank Morgan Stanley, die die beiden Banken-Paketverkäufe des US-Investors Cerberus abwickelte.

Bei Fremdkapital-Transaktionen behauptet die Deutsche Bank mit 59 Deals im Volumen von 15 Mrd. Dollar den Platz an der Sonne, JP Morgan schiebt sich mit 14,7 Mrd. Dollar auf Rang zwei. Die Commerzbank fällt vom zweiten auf den fünften Platz zurück.

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