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EZB kündigt Zinserhöhung für Juli an

Die Zentralbank lenkt bei der Geldpolitik wie erwartet ein - die Leitzinsen werden um 25 Basispunkte erhöht, die Anleihekäufe sollen auslaufen. Für September bereitet die Zentralbank eine weitere Anhebung vor.

EZB in Frankfurt | Foto: picture alliance / greatif | Florian Gaul

Die Europäische Zentralbank (EZB) ändert ihren geldpolitischen Kurs. Für die Juli-Sitzung kündigt sie an, die Leitzinsen um 25 Basispunkte anzuheben – ”im Einklang mit der vom EZB-Rat festgelegten Reihenfolge der Maßnahmen”, wie es heißt.

Den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität will die Zentralbank jedoch nicht antasten. Vorgesehen ist, sie bei 0,00 Prozent, 0,25 Prozent bzw. -0,50 Prozent zu belassen.

Im September soll ein zweiter Zinsschritt folgen, je nachdem, wie sich bis dahin die Voraussetzungen ändern. In einer Mitteilung erklärt die EZB dazu: ”Die Kalibrierung dieser Zinserhöhung wird von den aktualisierten mittelfristigen Inflationsaussichten abhängen. Bleiben die mittelfristigen Inflationsaussichten bestehen oder verschlechtern sie sich, wird auf der September-Sitzung eine stärkere Anhebung angemessen sein.”

Auch Anleihezukäufe enden

Beschlossen ist bereits, die die Nettokäufe von Vermögenswerten im Rahmen des sogenannten APP-Programms zum 1. Juli zu beenden. Beim Pandemie-Notkaufprogramm (PEPP), das bereits im März eingestellt wurde, beabsichtigt der EZB-Rat, fällige Anleihen noch bis mindestens Ende 2024 zu ersetzen.

Das Versprechen lautet: ”In jedem Fall wird der künftige Abbau des PEPP-Portfolios so gesteuert werden, dass eine Beeinträchtigung des angemessenen geldpolitischen Kurses vermieden wird.”

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