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Chef der US-Börsenaufsicht fordert neue Regeln für den Aktienmarkt

Bislang geben einige Online-Broker Aufträge ihrer Nutzer gegen Bezahlung an große Handelshäuser ab. Gary Gensler schlägt jetzt ein Auktionsmodell vor, das den umstrittenen ”Payment for Orderflow” ablösen soll.

Gary Gensler | Foto: picture alliance / Consolidated News Photos

Nach Kontroversen im Zuge von Marktturbulenzen rund um sogenannte Meme-Aktien will der Chef der US-Börsenaufsicht, Gary Gensler, neue Handelsregeln einführen. Es müsse sichergestellt werden, dass Wertpapiertransaktionen transparent und fair ablaufen, erklärte Gensler bei einer Branchenkonferenz. Kleinanleger dürften nicht benachteiligt werden.

US-Börsenaufsicht SEC erwägt Verbot von PFOF-Wertpapierhandel

Im Zentrum von Genslers Reformplänen steht das umstrittene Geschäftsmodell einiger Online-Broker, Aufträge ihrer Nutzer gegen Geld an große Wall-Street-Handelshäuser wie Citadel oder Virtu zu vermitteln. Dadurch können Broker wie Robinhood ihre Services günstig anbieten. Ob Kunden dabei die besten Kurse erhalten, steht aber auf einem anderen Blatt. Gensler will das System reformieren.

Auch in Europa wird über den sogenannten ”Payment for Orderflow” (PFOF) diskutiert. Allerdings ist ein Verbot des Modells wohl mittlerweile vom Tisch.

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Der SEC-Chef bringt nun unter anderem ein Auktionsmodell ins Spiel, damit Kleinaktionäre nicht schlechter als institutionelle Großinvestoren gestellt und Interessenkonflikte vermieden werden. Dabei sollen große Handelshäuser direkt um Aufträge von kleineren Privatanlegern konkurrieren, damit diese garantiert zum besten Preis ausgeführt werden. Eine solche Regeländerung wäre eine tiefgreifende Finanzmarktreform, die Online-Broker in Bedrängnis bringen könnte.

Entsprechend defensiv äußerte sich Robinhoods Rechtsvorstand Dan Gallagher bei der Konferenz zu Genslers Plänen. Das kommissionsfreie Modell von Robinhood habe Investoren ”Milliarden gespart” und vielen Kleinanlegern den Aktienmarkt erschlossen.

Hintergrund der Diskussion sind unter anderem Konflikte bei ”Meme Stocks” genannten Aktien wie der des US-Videospielhändlers Gamestop Anfang 2021. Damals schränkte Robinhood den Handel ein, nachdem sich einige Hedgefonds verzockt hatten. Dadurch entstand der Verdacht von Mauscheleien.

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