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Finanzdienstleister Grenke verdient im ersten Quartal 2022 deutlich mehr

Der Gewinn steigt um mehr als die Hälfte auf 20,5 Mio. Euro. Für das kommende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Gewinn von 75 bis 85 Euro.

Michael Bücker, CEO von Grenke. | Foto: Grenke

Der Leasingspezialist Grenke hat im ersten Quartal deutlich mehr verdient. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Gewinn um fast die Hälfte (46,8 Mio. Euro) auf 20,5 Mio. Euro, wie das im SDax notierte Unternehmen in Baden-Baden mitteilte. Dabei musste der Vorstand weniger Geld für Schadensabwicklung und Risikovorsorge aufwenden, weil Kunden ein stabiles Zahlungsverhalten aufgewiesen hätten. Die entsprechende Kennziffer ging um fast 30 Prozent auf 31,6 Mio. Euro zurück. ”Alle Indikatoren zeigen uns, dass wir die Talsohle durchschritten haben. Wir können unser Neugeschäft wie geplant ausweiten”, sagte Finanzchef Sebastian Hirsch laut Mitteilung.

Leasing-Neugeschäft deutlich höher als 2021

Wie bereits bekannt, lag das Leasing-Neugeschäft mit gut 499 Mio. Euro im ersten Quartal 36,5 Prozent höher als im coronageprägten Vorjahreszeitraum. Die Marge - gemessen am Deckungsbeitrag 2 - sackte jedoch von 19,5 auf 16,7 Prozent ab. Das Unternehmen erklärte dies mit höheren Refinanzierungskosten und höheren Durchschnittswerten der Neuverträge. Im Vergleich zum vierten Quartal 2021 sei die Marge um 0,4 Prozentpunkte gestiegen.

Den Ausblick bestätigte das Unternehmen. Man liege über Plan. ”Unsere Gesamtjahresguidance für 2022 mit einem prognostizierten Gewinn von 75 bis 85 Mio Euro zu erreichen”, sagte Bücker. Für 2022 erwarte Grenke unverändert ein Leasingneugeschäft zwischen 2,0 und 2,2 Mrd. Euro nach 1,7 Mrd. Euro im Vorjahr. Zudem gehe der Vorstand perspektivisch davon aus, dass sich das Leasingneugeschäft im Jahre 2024 im Vergleich zu den 1,7 Mrd. Euro im Jahr 2021 verdoppeln wird.

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