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Ausblick für deutsche Banken trübt sich ein

Nach einem starken Jahr 2021 sieht die Ratingagentur Scope ”Sturmwolken” über der Weltwirtschaft - und damit verbunden erheblichen Kostendruck durch die hohe Inflation.

Dunkle Wolken über der Frankfurter Skyline. | Foto: picture alliance/dpa | Arne Dedert

Das Geschäftsumfeld für die deutschen Banken wird sich nach einem guten Jahresstart aus Sicht der Ratingagentur Scope im weiteren Jahresverlauf erheblich eintrüben. Zwar hätten die deutschen Banken 2021 so gut abgeschnitten wie seit zehn Jahren nicht mehr und auch die Signale aus dem ersten Quartal schauten bislang vielversprechend aus, erklärte der für Finanzinstitute zuständige Scope-Direktor, Christian van Beek, in einer Mitteilung.

Doch nun zögen Sturmwolken über der Weltwirtschaft auf. Die bislang positive Dynamik werde sich daher im laufenden Jahr deutlich abschwächen. Die Inflation werde den Druck auf der Kostenseite erhöhen, während die Risikovorsorge wahrscheinlich zunehmen werde, da der Ukraine-Krieg die Wachstumsaussichten belaste.

Deutsche Banken haben im Vergleich zu europäischen Wettbewerbern eine relativ geringe Ertragskraft vor Rückstellungen, was ihre Fähigkeit einschränkt, in extremeren Szenarien einen Anstieg der Risikokosten abzufedern.

Christian van Beek, Direktor bei Scope

”Deutsche Banken haben im Vergleich zu europäischen Wettbewerbern eine relativ geringe Ertragskraft vor Rückstellungen, was ihre Fähigkeit einschränkt, in extremeren Szenarien einen Anstieg der Risikokosten abzufedern”, erläuterte van Beek.

Dahinter stünden niedrige Nettozinsmargen und Aufwand-Ertrags-Relationen, die immer noch weit entfernt lägen von internationalen Standards. Diese Kluft könne sich langfristig verringern - wenn auch sehr langsam. Insgesamt sei Scope der Ansicht, auch eine anhaltende Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds bleibe für die Banken in Deutschland ”beherrschbar”.

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