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Erträge im Wealth Management der Deutschen Bank wachsen im ersten Quartal um acht Prozent

Das Wealth Management in Deutschland sei sogar zweistellig gewachsen, sagte der Leiter der Einheit. Die Internationale Privatkundenbank, zu der das Wealth Management zählt, steigerte die Erträge um vier Prozent.

Frank Schriever, Leiter des Wealth Managements in Deutschland. | Foto: Deutsche Bank

Die Internationale Privatkundenbank (IPB) der Deutschen Bank hat im ersten Quartal 2022 ihre Erträge um vier Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 863 Mio. Euro gesteigert. Exklusive der Abwicklung des Altgeschäfts von Sal. Oppenheim habe der Anstieg sogar sechs Prozent betragen, teilte die Bank mit.

Das von der IPB verwaltete Vermögen (Assets under Management) erhöhte sich auf 6,5 Mrd. Euro. Hinzu kommen 1,9 Mrd. Euro Nettoneukredite (Net New Loans; NNL).

Die IPB umfasst das Geschäft mit Privatkunden und kleinen bis mittelgroßen Unternehmen außerhalb Deutschlands (Private Banking) sowie mit vermögenden Kunden (Wealth Management). Darin ist auch das Wealth Management Deutschland enthalten. Die IPB ist wiederum Teil der Privatkundenbank, die neben der IPB noch das Privatkundengeschäft in Deutschland - inklusive der Marke Postbank - umfasst.

Vereinfachtes Organigramm für die Privatkundenbank | Foto: Deutsche Bank, Darstellung: FinanzBusiness
Vereinfachtes Organigramm für die Privatkundenbank | Foto: Deutsche Bank, Darstellung: FinanzBusiness

”Das Ergebnis des ersten Quartals der Deutschen Bank zeigt, dass wir als Globale Hausbank gut positioniert sind, um die Ziele zu erreichen, die wir 2019 kommuniziert haben. Die Internationale Privatkundenbank leistete einen wichtigen Beitrag zu diesem Erfolg. Es ist das neunte Quartal in Folge mit Nettoneugeldzuflüssen und das achte Quartal in Folge mit positiven Net New Loans (NNL)”, kommentierte Claudio de Sanctis, Leiter der IPB und CEO für die EMEA-Region, die Zahlen.

Es ist das neunte Quartal in Folge mit Nettoneugeldzuflüssen und das achte Quartal in Folge mit positiven Net New Loans (NNL).

Claudio de Sanctis, Leiter der Internationalen Privatkundenbank und CEO für die EMEA-Region, Deutsche Bank

Zweistelliges Wachstum in Deutschland

Die Erträge im Private Banking und Wealth Management stiegen um fünf Prozent beziehungsweise um acht Prozent, ohne Sonderfaktoren der Sal. Oppenheim. Investitionen in die Einstellung strategisch wichtiger Relationship Manager unterstützten das Ertragswachstum, ebenso wie positive Wechselkurseffekte, teilte die Bank mit.

Im Personal Banking blieben die Erträge stabil, da das Kreditwachstum durch den Rückgang der Einlagenmargen ausgeglichen worden sei.

Frank Schriever, Leiter des Wealth Managements in Deutschland, ergänzte: ”In Deutschland sind wir erneut sehr stolz auf ein zweistelliges Wachstum und darauf, was wir in den vergangenen Jahren und auch seit Ausbruch der Corona-Krise für unsere Kundinnen und Kunden, leisten durften. Wir werden unser Angebot auf Basis der bisherigen Erfolge weiterentwickeln.“ Für das Wealth Management in Deutschland weist die Bank keine gesonderten Zahlen aus.

Auch bei der ESG-Strategie habe das Institut Fortschritte erzielt, heißt es. Die IPB verfüge nun über ein Anlagevolumen von 22,8 Mrd. Euro - was einem Anstieg von 2,9 Mrd. Euro gegenüber dem Vorquartal entspricht.

Umstrittene Wealth Management-Kunden nicht prinzipiell abweisen

In einer Telefonkonferenz mit Journalisten zur Vorstellung der Quartalsergebnisse hatte Finanzvorstand James von Moltke gestern bereits bekräftigt, dass sich das Institut als ”Netzwerk-Bank” verstehe - und somit kontroverse vermögende Kunden aus Saudi Arabien oder China nicht prinzipiell abweise.

Das Modell der Bank zur Versorgung ihrer Kunden bleibe von den Ereignissen um den Ukraine-Krieg und die Russland-Sanktionen unberührt. ”Im Prinzip ist es unser Ziel, dort präsent zu sein, wo die Kunden präsent sein müssen. China wird weiterhin wichtig für Deutschland sein”, sagte von Moltke. Zu Gerüchten über ein geplantes Joint Venture mit der Postal Savings Bank, um sich den Zugang zu chinesischen Privatkunden zu erschließen, wollte er sich nicht äußern.

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