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Commerzbank legt im ersten Quartal Gewinnsprung hin

Von Januar bis März konnte die Bank ihren Überschuss mehr als verdoppeln - trotz deutlich erhöhter Risikovorsorge aufgrund des Krieges in der Ukraine. Konzernchef Manfred Knof bekräftigt seine Prognose für das Gesamtjahr.

Manfred Knof | Foto: Commerzbank

Die Commerzbank ist trotz deutlich gestiegener Risikovorsorge mit einem Gewinnsprung in das Jahr gestartet. Der Überschuss habe sich im ersten Quartal mit 284 Mio. Euro binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt, teilte Deutschlands zweitgrößte Privatbank am Dienstag auf Basis vorläufiger Zahlen mit.

Analystenschätzungen lagen deutlich niedriger

Vor einem Jahr hatte noch ein Gewinn von 133 Mio. Euro im Auftaktquartal in den Büchern gestanden. Das operative Ergebnis nahm leicht auf 544 Mio. Euro zu nach 538 Mio. Euro vor Jahresfrist. Damit seien die Schätzungen der Analysten von 282 Mio. Euro deutlich übertroffen worden.

Dank eines starken Kundengeschäfts haben wir unseren operativen Gewinn gesteigert, obwohl die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine unser Risikoergebnis belastet haben.

Manfred Knof, CEO, Commerzbank

”Dank eines starken Kundengeschäfts haben wir unseren operativen Gewinn gesteigert, obwohl die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine unser Risikoergebnis belastet haben”, erklärte Konzernchef Manfred Knof. ”An unseren Zielen für das Gesamtjahr halten wir fest,” fügte er hinzu.

Erträge steigen auf knapp 2,8 Mrd. Euro

Den vorläufigen Zahlen zufolge nahmen die Erträge im ersten Quartal binnen Jahresfrist um zwölf Prozent auf 2,795 Mrd. Euro zu. Das Kundengeschäft sei in allen operativen Bereichen stark gewesen, erklärte die Bank. Dabei habe die Commerzbank auch von Leitzinserhöhungen im wichtigen Markt Polen profitiert. Dort ist die Commerzbank mit ihrer Tochter mBank aktiv.

Dank des Ertragwachstums seien finanzielle Belastungen aufgrund des Ukraine-Kriegs mehr als aufgefangen worden, teilte das Institut mit. Die Risikovorsorge wurde binnen Jahresfrist mehr als verdreifacht. Sie kletterte im Quartal auf 464 Mio. Euro nach 149 Mio. Euro vor einem Jahr.

Commerzbank schreibt im ersten Quartal schwarze Zahlen und hebt Ausblick an

Knof hatte der Commerzbank einen Radikalumbau verordnet, durch den das Frankfurter Geldhaus wieder auf einen stabilen Gewinnkurs gebracht werden soll. Unter seiner Führung war das Institut 2021 in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.

Die Commerzbank hebt Ziele für 2024 an

Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte er die Prognose eines Konzerngewinns von mehr als eine Mrd. Euro und einer Risikovorsorge von unter 700 Mio. Euro. Dabei wird vorausgesetzt, dass die Bank ihre Vorsorge im Zusammenhang mit Fremdwährungskrediten in Polen nicht noch deutlich erhöht und sich die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs in Grenzen halten.

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