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Citigroup will sich noch stärker als geplant aus Russland zurückziehen

Es soll kein Neugeschäft mehr vor Ort geben. Auch den verbleibenden Geschäftsbetrieb möchte das US-Unternehmen reduzieren.

Filiale der Citibank. | Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Aleksander Kalka

Die amerikanische Großbank Citigroup will sich noch stärker als bislang geplant aus Russland zurückziehen. Das Geldhaus hatte bereits im vergangenen Jahr im April mitgeteilt, aus dem Verbraucher-Geschäft dort aussteigen zu wollen.

"Wir haben nun entschieden, das Ausmaß dieses Ausstiegsprozesses zu vergrößern und weitere Geschäftslinien hinzuzunehmen", erklärte das Bankhaus. Der noch verbleibende Geschäftsbetrieb in Russland und das Engagement in dem Land würden weiter reduziert. Unternehmenskunden in Russland würden dabei unterstützt, ihre Geschäfte dort auszusetzen und abzuwickeln.

Umsetzung soll einige Zeit dauern

Das Bankhaus habe auch beschlossen, dort keine neuen Geschäfte mehr abzuschließen, erklärte die Citigroup. Die Umsetzung der Maßnahmen werde angesichts des Charakters von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften einige Zeit in Anspruch nehmen. Zu den finanziellen Auswirkungen äußerte sich das Institut nicht.

In der vergangenen Woche hatte die US-Investmentbank Goldman Sachs angekündigt, sie werde ihr Russlandgeschäft aufgeben. Goldman Sachs werde das Geschäft im Einklang mit den regulatorischen Bedingungen abwickeln, hatte die Wall-Street-Bank erklärt. Auch der US-Bankenprimus JP Morgan Chase hatte angekündigt, sich aus Russland zurückzuziehen. Die deutschen Großbanken Deutsche Bank und Commerzbank hatten Ende vergangener Woche angekündigt, ihr Neugeschäft dort zu stoppen.

Commerzbank und Deutsche Bank machen kein Neugeschäft mehr in Russland 

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