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Mercedes-Benz-Finanzierungssparte verdoppelt 2021 Betriebsgewinn

In diesem Jahr rechnet Mercedes Benz Mobility wieder mit einem steigenden Neugeschäft. Denn 2021 ging es um sechs Prozent zurück, der Kreditbestand sogar um elf Prozent.

Franz Reiner, Vorstandsvorsitzender von Mercedes Benz Mobility | Foto: Mercedes Benz Mobility

Nach einem Rückgang des Neugeschäfts im vergangenen Jahr erwartet die Finanzierungs- und Servicesparte von Mercedes-Benz 2022 einen Zuwachs. Voraussetzung sei allerdings, dass sich die Versorgung mit Halbleitern verbessere, die im vergangenen Jahr zu Produktionsausfall und Absatzrückgang bei dem Stuttgarter Autobauer führte, sagte Franz Reiner, Chef von Mercedes-Benz Mobility.

”Planerisch unterstellen wir Wachstum des Neugeschäfts”, betonte Reiner. Das Geschäftsfeld erzielte trotz sinkenden Vertragsvolumens mit Leasing- und Kreditkunden 2021 ein Rekordergebnis von 3,4 Mrd. Euro Betriebsgewinn - mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Ein kräftiger Preisanstieg bei Mercedes-Neuwagen und geringere Rückstellungen für Kreditausfälle trugen dazu maßgeblich bei.

Das Neugeschäft schrumpfte um sechs Prozent auf 63,5 Mrd. Euro, der Bestand sogar um elf Prozent auf knapp 134 Milliarden Euro. Das Geschäft von Mercedes-Benz Mobility ist eng an den Absatz gekoppelt, denn der Finanzdienstleister finanziert etwa jeden zweiten verkauften Neuwagen. Mercedes-Benz Cars & Vans stellte einen leichten Absatzanstieg für 2022 in Aussicht nach dem Minus von fünf Prozent auf 2,33 Millionen Stück im vergangenen Jahr.

Der Krieg in der Ukraine hat Reiner zufolge kaum Auswirkungen auf das Geschäft, denn auf Kunden aus Russland entfiele weniger als ein Prozent des Vertragsbestandes. Das Risiko sei überschaubar, sagte er. Während sich viele Unternehmen aus Russland zurückziehen, will Mercedes-Benz Mobility keine Verträge auflösen. Das sei rechtlich nicht möglich. ”Wir sind gegenüber den Kunden verpflichtet.”

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