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Commerzbank kündigt für Frankenkredite in Polen erneut Rückstellungen an

Das Institut wurde im vierten Quartal 2021 mit 436 Mio. Euro zusätzlich belastet. Die Commerzbank rechnet dennoch mit einem positiven Konzernergebnis.

Zentrale der mBank in Warschau. | Foto: picture alliance / NurPhoto | Maciej Luczniewski

Die Commerzbank hat weitere Belastungen im Zusammenhang mit Fremdwährungskrediten in Polen angekündigt. Zusätzliche Rückstellungen von 436 Mio. Euro im vierten Quartal würden das Ergebnis des Instituts schmälern, teilte die Frankfurter Bank mit.

Die Bank erwarte aber weiterhin ein positives Konzernergebnis für das Jahr 2021. Die polnische Tochter mBank habe die Rückstellungen gebildet.

Steigender Franken verteuert Immobilienkredite

Vor vielen Jahren hatten tausende polnische Kreditnehmer Hypotheken in Franken aufgenommen, um von niedrigeren Zinsen in der Schweiz zu profitieren. Doch der Franken gewann im Vergleich zum Złoty an Wert, die Kosten für die Kunden stiegen. Viele Polen hatten zuletzt geklagt, um aus den teuren Krediten herauszukommen.

Mit den zusätzlichen Belastungen dürften sich die Rückstellungen auf rund 600 Mio. Euro aufaddieren. Die Belastungen kommen für das Geldhaus zur Unzeit. Denn die zweitgrößte deutsche Privatbank steckt in einem umfassenden Konzernumbau, der auch harte Sparschritte einschließt.

Commerzbank-Tochter sucht Kompromiss bei Schweizer-Franken-Krediten in Polen

Anfang Dezember vergangenen Jahres hatte die polnische Bank angekündigt, etwa 1300 Kunden anzubieten, die Franken-Kredite in Złoty-Kredite umzuwandeln. Insgesamt ist die mBank in dieser Sache mit 12.000 Klagen konfrontiert.

Vorstandschef Manfred Knof will den Finanzkonzern durch eine Restrukturierung, die unter anderem den Abbau von 10.000 Stellen bis 2024 vorsieht, effizienter ausrichten und wieder auf einen stabilen Gewinnpfad bringen.

Von dem MDax-Konzern selbst befragte Analysten waren Mitte November für 2021 im Schnitt von einem operativen Ergebnis in Höhe von 1,2 Milliarden und einem Überschuss von 163 Mio. Euro ausgegangen.

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PBB-Hauptversammlung billigt Dividendenerhöhung

Es ist nach Angaben des Instituts die höchste Dividende seit dem Börsengang im Jahr 2015. Das geplante Vorsteuerergebnis von 200 Mio. bis 220 Mio. Euro hatte Vorstandschef Andreas Arndt zuvor unter Vorbehalt bestätigt.

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