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Die Privatbanken im Südwesten müssen sich auf Warnstreiks vorbereiten

Weil die Verdi-Mitglieder nach der vierten Runde der Gespräche genug von der "Hinhaltetaktik der Arbeitgeber" haben, setzt die Gewerkschaft nun auf Konfrontation. Bereits in der kommenden Woche soll es Warnstreiks geben.

Verdi will im Südwesten streiken (Symbolbild) | Foto: picture alliance / dpa | Christoph Schmidt

Nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen für Deutschlands Privatbanken laufen bei Verdi im Südwesten die Vorbereitungen für Warnstreiks. Verdi-Funktionär Christian Miska sagte in Stuttgart, erste befristete Arbeitsniederlegungen könnte es in der kommenden Woche geben. Die Mitglieder hätten kein Verständnis mehr für die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber.

"Die Verhandlungen dauern jetzt schon über ein halbes Jahr an. In dieser Zeit hat die Inflation mehr Gehalt aufgefressen, als der Arbeitgeberverband für ein ganzes Jahr zu erhöhen bereit wäre. Wenn wir Reallohnverluste verhindern wollen, haben wir gar keine andere Wahl mehr, als jetzt zu streiken." Die Planung laufe, sagte Miska.

Wenn wir Reallohnverluste verhindern wollen, haben wir gar keine andere Wahl mehr, als jetzt zu streiken.

Christian Miska, Verdi-Funktionär

Die vierte Runde der Gespräche für 140.000 Beschäftigte privater Banken in Deutschland war am Montag bereits nach kurzer Zeit abgebrochen worden. Der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) argumentierte, Verdi habe "zusätzliche unüberwindbare Hürden für eine Tarifeinigung aufgebaut". Die Gewerkschaft ihrerseits warf der Arbeitgeberseite vor, sie sei nicht bereit gewesen, ernsthaft über das von Verdi vorgelegte modifizierte Forderungspaket zu verhandeln.

Ansage an Schwäbisch Hall und Wüstenrot & Co.

In Baden-Württemberg haben die großen deutschen Banken Niederlassungen und außerdem sitzen hier auch die beiden größten Bausparkassen - Schwäbisch Hall und Wüstenrot. Verdi war am 1. Juli vergangenen Jahres mit einer Forderung von 4,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate in die Verhandlungen gegangen. Nun verlangt Verdi bei einer Laufzeit von 24 Monaten eine Einmalzahlung von 1500 Euro, die Erhöhung der Tarifentgelte um 3,5 Prozent zum Januar 2022 sowie um weitere 2,5 Prozent zum Januar 2023, plus zwei zusätzliche Urlaubstage.

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