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Boni der Investmentbanker für vergangenes Jahr steigen kräftig - aber nicht für alle

Die Einnahmen der Investmentbanken erreichten 2021 neue Höchststände, die Banker werden wohl auch kräftig davon profitieren. Ein Experte erwartet, dass der Boom noch länger anhalten wird.

Blick auf das Frankfurter Bankenviertel | Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Augst / Eibner-Pressefoto

Die Investmentbanken haben weltweit ihre gesamten Gebühreneinnahmen 2021 um 22 Prozent auf den neuen Höchstwert von knapp 160 Mrd. Dollar (141 Mrd. Euro) gesteigert. Das berichtet das "Handelsblatt". Eine Folge: Die Boni werden wohl auch ein Rekordniveau erreichen.

Goldman Sachs beispielsweise bezahlt seinen Mitarbeitern insgesamt 17,7 Mrd. Dollar Lohn und Boni. Octavio Marenzi von der Kapitalmarktberatung Opimas nennt das im Bericht "Lohninflation". Denn:

Die Erlöse sind nur um acht Prozent gestiegen, die Bezahlung jedoch um mehr als 30 Prozent.

Octavio Marenzi von der Kapitalmarktberatung Opimas

"Die Erlöse sind nur um acht Prozent gestiegen, die Bezahlung jedoch um mehr als 30 Prozent." Profitierten im ersten Jahr der Pandemie vor allem die Händler aufgrund der Volatilität an den Aktienmärkten, waren es im vergangenen Jahr die Banker, die im Geschäft mit Börsengängen oder Übernahmen aktiv waren.

Jedem in der Branche ist klar, dass er seine besten Talente gut bezahlen muss, wenn er schmerzhafte Kündigungen vermeiden will.

Ein Frankfurter Top-Banker

"Jedem in der Branche ist klar, dass er seine besten Talente gut bezahlen muss, wenn er schmerzhafte Kündigungen vermeiden will", sagte ein ungenannter Frankfurter Top-Banker dem Handelsblatt. Aber das heiße noch lange nicht, dass die Boni quer über alle Bereiche massiv steigen würden.

Die Rekord-Boni an der Wall Street strahlen auch nach Europa aus. Nils Wilm, Geschäftsführer bei Bankenwelt Executive Search, erwartet Top-Gehälter am Frankfurter Finanzmarkt "ganz klar" bei der Beratung von Fusionen und Übernahmen, gefolgt von der Aktienplatzierung.

Laut "Handelsblatt" wird allerdings bei der Deutschen Bank der Bonustopf für 2021 nur leicht steigen. Ein Insider prognostizierte ein Plus von zehn Prozent. Allerdings würden einige Dealmaker der Investmentbank ihre Boni wohl um 20 Prozent steigern können.

Und die weiteren Aussichten sind gut. Nils Wilm rechnet damit, dass sich der Trend der steigenden Entlohnung im Beratungsgeschäft der Investmentbanken in den nächsten zwei Jahren nichts ändern wird.

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