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Bank-Gebühren bremsen Instant Payments

Das Bezahlen in Echtzeit fristet hierzulande eher ein Nischendasein. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Beratungsunternehmens Bearingpoint. Rund 35 Prozent kennen die Möglichkeit gar nicht, gut die Hälfte nutzt sie.

Sepa-Echtzeitüberweisungen sind seit 2017 möglich. | Foto: picture alliance / photothek | Thomas Trutschel

Die Möglichkeit, in Europa binnen Sekunden Geld zu überweisen, ist vielen Verbrauchern in Deutschland einer Umfrage zufolge nicht bekannt. Mehr als ein Drittel der Bankkunden kennt die Echtzeitüberweisung auch rund vier Jahre nach Einführung des Verfahrens nicht, wie aus einer YouGov-Umfrage im Auftrag des Beratungsunternehmens Bearingpoint hervorgeht. Befragt wurden Anfang November 2021 mehr als 2000 Menschen in Deutschland.

Einer der Gründe, dass sich dieses Bezahlverfahren noch nicht wirklich durchgesetzt hat, liegt in der Verantwortung der Finanzinstitute:

Mehr als zwei Drittel der Befragten in Deutschland würden (...) die Sepa-Echtzeitüberweisung bei Wegfall der Gebühren nutzen

Christian Bruck, Partner bei BearingPoint

"Mehr als zwei Drittel der Befragten in Deutschland würden (...) die Sepa-Echtzeitüberweisung bei Wegfall der Gebühren nutzen", sagt Christian Bruck, Partner bei BearingPoint.

Seit November 2017 kann in Europa Geld binnen Sekunden überwiesen werden. Die EU-Kommission hatte das Ziel ausgegeben, sogenannte Instant Payments bis Ende 2021 in der ganzen Europäischen Union zum Standard zu machen.

Den Angaben zufolge können rund drei Viertel der Befragten, denen die Echtzeitzahlungen bekannt sind, das Verfahren bei ihrem Kreditinstitut nutzen. 45 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Geldhaus dafür Gebühren berechnet.

In Deutschland machen derzeit rund zwei Drittel der 18- bis 34-Jährigen, die das Verfahren kennen, von Echtzeitüberweisungen Gebrauch. Bei der Altersgruppe 55 Jahre und älter sind es 44 Prozent. Bei der Gesamtheit der Befragten sind es 54 Prozent, die Instant Payments kennen und nutzen, wie ein Bearingpoint-Sprecher auf Anfrage von FinanzBuisness sagte.

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