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Neuer Mastercard-Deutschlandchef sieht in modernen Debitkarten die Zukunft

Kein deutscher oder europäischer Kartenemittent verbaue sich etwas, indem er jetzt seine Debitkarten mit Hilfe eines internationalen Schemes modernisiert, sagte Peter Robejsek der Börsen-Zeitung.

Foto: picture alliance / NurPhoto | Nikolas Kokovlis

Wer als Anbieter heute noch nicht die Weichen in Richtung einer modernen Kartenstrategie gestellt hat - insbesondere für Karten zum Bankkonto - sollte dies unbedingt tun. Das sagte der neue Deutschlandchef von Mastercard, Peter Robejsek, in einem Interview mit der "Börsen-Zeitung".

Darunter zähle zum Beispiel die Funktion, uneingeschränkt mit der Girocard oder Maestro im Ausland und im Internet zahlen zu können. "Wenn sich die Umsätze weiter in den E-Commerce verschieben, braucht der Kunde ein modernes Debitprodukt, das alles kann", sagt er. Sonst habe er ein "Sammelsurium".

Der Wechsel auf Debitprodukte, die das könnten, wie zum Beispiel die Debit Mastercard, sei eine notwendige taktische Handlung von allen Issuern in Deutschland.

EPI muss sich Akzeptanz aufbauen

Die Pläne der European Payments Initiative (EPI), ein europäisches Bezahlsystem einzuführen, findet er wenig beunruhigend. Das brauche "noch viel Zeit", sagte er der Zeitung. "Ich behaupte ja nicht, dass es ein europäisches Bezahlsystem nicht schaffen kann, Akzeptanz und Nutzung zu bekommen, doch sollte man mit realistischen Erwartungen an den Zeitraum herangehen, den das brauchen wird." Denn man starte mit null Nutzern und versuche Händler zu überzeugen, es dennoch zu etablieren.

Ich behaupte ja nicht, dass es ein europäisches Bezahlsystem nicht schaffen kann, Akzeptanz und Nutzung zu bekommen, doch sollte man mit realistischen Erwartungen an den Zeitraum herangehen, den das brauchen wird.

Peter Robejsek, Mastercard-Deutschlandchef

"Kein deutscher oder europäischer Kartenemittent verbaut sich etwas, indem er jetzt seine Debitkarten mit Hilfe eines internationalen Schemes modernisiert, insbesondere da nicht absehbar ist, wann und in welchem Umfang das EPI-Scheme verfügbar sein wird", sagt Robejsek.

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