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Verdi kündigt Streiks bei der Postbank an

Mit Warnstreiks schon in den nächsten Tagen will die Dienstleistungsgesellschaft den Druck in den erst Anfang der Woche begonnenen Tarifverhandlungen auf die Tochter der Deutschen Bank erhöhen.

Symbolbild. | Foto: picture alliance / imageBROKER | Wilfried Wirth

Für Donnerstag, 13. Januar und Freitag, 14. Januar 2022, hat die Dienstleistungsgesellschaft Verdi Beschäftigte der Infrastruktureinheiten der zum Deutsche-Bank-Konzern gehörenden Postbank am Standort München zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Ohne Druck bewegt sich gar nichts bei der Deutschen Bank und auch nicht für die Postbank-Beschäftigten.

Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck

Bis zur zweiten Verhandlungsrunde, die für den 22. Februar geplant ist, will Verdi die Warnstreiks nach und nach ausweiten. An dem geplanten Freitag und Samstag soll der Arbeitskampf 35 bis 45 Postbank-Filialen treffen. Welche Standorte genau dabei sein werden, teilte Verdi am Mittwoch zunächst nicht mit.

Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck sagte in einer Videoschalte, nach der ersten Runde vom vergangenen Montag sei der Eindruck zurückgeblieben: "Ohne Druck bewegt sich gar nichts bei der Deutschen Bank und auch nicht für die Postbank-Beschäftigten."

Die Gewerkschaft will für etwa 15.000 Postbank-Beschäftigte - 8000 im Fillialvertrieb und 7000 in den Infrastrukturbereichen, die zum Beispiel den Zahlungsverkehr abwickeln - sechs Prozent mehr Lohn sowie eine Corona-Prämie durchsetzen.

Keine Bank in Deutschland wird in die Knie gehen aufgrund eines Tarifvertrags.

Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck

Wie in der bereits seit Juli laufenden Tarifrunde für die privaten Banken will Verdi zudem auch bei der Postbank festschreiben, dass Beschäftigte bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit mobil arbeiten dürfen. Für die Postbank wird wegen ihrer Tradition von Haustarifverträgen gesondert verhandelt.

Duscheck betonte, er sehe durchaus Spielraum für die Umsetzung der Forderungen: "Keine Bank in Deutschland wird in die Knie gehen aufgrund eines Tarifvertrags." Die Verhandlungen für 140.000 Beschäftigte privater Banken in Deutschland sollen nach einer Unterbrechung am Montag, den 17. Januar 2022, wieder aufgenommen werden.

Ebenfalls in der kommendem Woche, Donnerstag, 20. Januar 2022, gehen dann die Tarifverhandlungen für 60.000 Beschäftigte bei Landes- und Förderbanken sowie mehreren Sparkassen in die fünfte Runde.

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