FinanzBusiness

Investmentbanker von Morgan Stanley dürfen sich wohl über höhere Boni freuen

Das Rekordjahr bei M&A-Transaktionen und dem Geschäft mit Börsengängen (ECM) macht sich nun auch bei der Kompensation bemerkbar, wie Insider berichten. Die US-Bank hatte in Deutschland beim League Table für ECM zuletzt den zweiten Rang belegt.

Sitz von Morgan Stanley in London. | Foto: picture alliance / Pacific Press | Alberto Pezzali

Die Investmentbanker von Morgan Stanley können angesichts eines Rekordjahres bei M&A-Transaktionen und Börsengängen laut Insidern für 2021 mit deutlich höheren Boni rechnen. Den erfolgreichsten Bankern winkten Sonderzahlungen die mehr als 20 Prozent über dem Vorjahresniveau lägen, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Davon profitierten vor allem Berater bei Übernahmen und Börsengängen, die mit mindestens 15 Prozent mehr rechnen könnten, einige sogar mit gut 20 Prozent mehr. In anderen Sparten sei mit stabilen Boni oder einstelligen Zuwachsraten zu rechnen. Ob diese Zahlen auch für den deutschen Standort gelten, wollte eine Sprecherin von Morgan Stanley auf FinanzBusiness-Anfrage nicht kommentieren.

Der M&A-Markt in Deutschland erreicht Rekordwerte 

Morgan Stanley will an diesem Donnerstag als erste der großen US-Banken intern verkünden, wie hoch die Bonuszahlungen für das abgelaufene Jahr ausfallen sollen und wer befördert wird. Die Boni sollen dann Anfang Februar ausgezahlt werden.

Vor allem bei der Beratung zu Börsengängen und Kapitalerhöhungen (ECM) hat sich Morgan Stanley im vergangenen Jahr gut geschlagen. Bei den Einnahmen daraus rangiert sie in den "League Tables" des Datendienstleisters Refinitiv mit 9,1 Mrd. Dollar auf Platz drei hinter den Rivalen Goldman Sachs und JP Morgan. In Deutschland belegte die Bank in dem Bereich zuletzt den zweiten Rang, im Segment M&A den dritten.

Bank of America Merrill Lynch landet 2021 im hiesigen League Table auf Rang eins 

Investmentbanken nutzen Boni, um begehrte Talente zu halten und attraktiv für Neuzugänge zu sein. Bei der Bank of America sollen die Sonderzahlungen für 2021 nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg noch stärker steigen: Der Bonustopf für die Investmentbanker soll dort um mehr als 40 Prozent größer werden - die Bank führte vergangenes Jahr den hiesigen League Table im M&A an.

Börsenhändler aus dem Bereich Sales & Trading könnten im Schnitt mit mehr als 30 Prozent mehr rechnen. Die Deutsche Bank hält sich im Vergleich dazu zurück: Das "Handelsblatt" berichtete zuletzt, im Gespräch sei insgesamt ein um zehn Prozent größerer Bonustopf. Den M&A- und ECM-Bankern winkten rund 20 Prozent mehr - dabei schnitt das deutsche Institut im 2021 Investmentbanker-Ranking vergleichsweise gut ab.

Bonustopf bei der Deutschen Bank soll "moderat" steigen 

Mehr von FinanzBusiness

Warburg spricht über Tessmann-Nachfolge mit der BaFin

Patrick Tessmann beendet Ende März seine Zeit bei dem Hamburger Institut. Die Zeit drängt, um einen Nachfolger zu finden. Zudem muss die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Berufung eines neuen Vorstands prüfen.

Moss holt sich frisches Geld

Das Berliner Fintech bekommt 75 Mio. Euro für die weitere Expansion. Als neuen Investor konnte das Unternehmen Tiger Global gewinnen.

Aifinyo steigt in den Payment-Markt ein

Nach den Umsatzrückgängen 2020 setzt sich das Factoring-Fintech aus Dresden neue Ziele - mit einer Lizenz für Finanztransfergeschäfte der BaFin. Paymentdienste machen den Anfang.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Neueste Nachrichten

Finanzjob