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Acht Prozent Rendite bleibt "Nordstern" für Deutsche Bank

Im "Handelsblatt" bekräftigt Finanzchef James von Moltke das Renditeziel. Analysten hegen gleichwohl Zweifel, dass es im letzten Jahr der Restrukturierung erreicht werden kann.

Deutsche-Bank-Finanzvorstand James von Moltke. | Foto: picture alliance/dpa | Arne Dedert

Die Deutsche Bank rechnet weiter mit dem Erreichen ihrer Rendite- und Effizienzziele für das laufende Jahr. Er sei "sehr zuversichtlich", dass die Bank ihre selbst gesetzten Vorgaben erfüllen werde, sagte Finanzvorstand James von Moltke dem "Handelsblatt". "Das Renditeziel von acht Prozent ist unser Nordstern, die zentrale Orientierung für die gesamte Bank und den gesamten Umbau."

Laut der Zeitung erwarten Analysten im Schnitt für Ende dieses Jahres nur eine Rendite auf das materielle Eigenkapital von 5,5 Prozent. Und auch für 2023 liegen die Prognosen mit 5,8 Prozent weit unter der offiziellen Zielmarke.

"Das Misstrauen von Anlegern mit Blick auf Ankündigungen der Deutschen Bank ist noch immer groß. Viele vollmundige Versprechen sind nicht eingehalten worden", zitiert das "Handelsblatt" Benjardin Gärtner, den Leiter des Portfoliomanagements für Aktien bei der Fondsgesellschaft Union Investment.

Normalisierung im Investmentbanking

Im Investmentbanking rechne man für 2022 weiterhin mit einer Normalisierung, also mit etwas geringeren Erträgen, sagte  von Moltke. "Dennoch erwarten wir höhere Erträge als ursprünglich geplant. Gleichzeitig erwarten wir, dass die Unternehmensbank und die Privatbank eine größere Rolle als Wachstumstreiber übernehmen.

Das hat sich bereits in den Zahlen zum dritten Quartal 2021 abgezeichnet, wenngleich ertragsseitig das Investmentbanking immer noch dominant ist.

Das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank kommt langsam zurück

Rückenwind erhofft sich der Finanzvorstand von Deutschlands größter Geschäftsbank auch von den besseren Rating-Noten der Bank. "Wir schätzen, dass die Rating-Herabstufungen in der Vergangenheit uns Erträge im dreistelligen Millionenbereich gekostet haben. Nach den Heraufstufungen im vergangenen Jahr sehen wir, dass Kunden wieder mehr Geschäft mit uns machen", sagte er.

Standard & Poor's stuft Emittentenrating der Deutschen Bank auf "A-" hoch  

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