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BNP Paribas strebt mehr als europäische Marktführerschaft im Aktiengeschäft an

Die französiche Großbank hat nach der Übernahme des elektronischen Aktienhandels und des Hedgefonds-Geschäfts von der Deutschen Bank Großes vor: Neben der europäischen Marktführerschaftes strebt sie auch in die USA. Olivier Osty, Leiter des Bereichs Global Markets ist zuversichlich.

Symbolbild | Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Pavlo Gonchar

Nach der am Mittwoch abgeschlossenen Übernahme des Prime Brokerage der Deutschen Bank strebt die französische Großbank BNP Paribas die europäische Marktführerschaft an. Das berichtet die "Börsen-Zeitung".

Während sich die Deutsche Bank 2019 aus dem Geschäft zurückgezogen habe, schlage BNP Paribas den entgegengesetzten Weg ein und baue den Bereich konsequent aus.

Wenn wir in Europa die Nummer 1 sind, werden amerikanische Kunden viel mehr mit uns zusammenarbeiten, und wir können möglicherweise den fünften oder sechsten Platz in den USA anvisieren.

Olivier Osty, Leiter des Bereichs Global Markets von BNP Paribas

Neben dem Prime Brokerage der Deutschen Bank mit rund 900 Beschäftigten übernahm die französische Großbank auch ihre frühere Partnerin Exane. Zudem buhlt sie dem Bericht zufolge um die Hedgefonds-Kunden der Schweizer Großbank Credit Suisse.

"Wenn wir in Europa die Nummer 1 sind, werden amerikanische Kunden viel mehr mit uns zusammenarbeiten, und wir können möglicherweise den fünften oder sechsten Platz in den USA anvisieren", sagte Olivier Osty, Leiter des Bereichs Global Markets der französischen Großbank der "Börsen-Zeitung". Die Nummer 1 der europäischen Banken in den USA zu werden sei zwar schwer, aber erreichbar.

Gegen eine kommende Marktkonzentration in dem kapitalintensiven Geschäft sieht sich die BNP Paribas gut gewappnet, unter anderem durch die rund 14,4 Mrd. Euro Erlöse aus dem Verkauf des US-Retailgeschäfts. Dies versetze den Konzern in die Lage, sich aktiv an einer Konsolidierung der Branche zu beteiligen.

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