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EU-Taxonomie könnte sich als Stolperstein für die Kapitalmarktunion erweisen

Die EU will Investitionen in Gas- und Atomenergie als "nachhaltig" einstufen. Zu dem politischen Frust über die Taxonomie-Pläne mischen sich nun kritische Stimmen aus der Finanzbranche. Sie sehen vor allem die EU an ihren eigenen Zielen scheitern.

Demonstrant steht mit einer Fahne, auf der "Atomkraft? Nein danke" steht, vor der Anlage in Gronau. | Foto: picture alliance/dpa | Fabian Strauch

Kurz bevor die Silvesterböller knallten, hat auch die EU-Kommission eine Bombe platzen lassen. Sie legte ihren Vorschlag zur Taxonomie vor, die Investitionen in Gas- und Atomkraftwerke als nachhaltig einstuft. Die Klassifizierung in die Taxonomie soll eigentlich mehr Geld in nachhaltige Technologien und Unternehmen lenken und so wesentlich zur Klimaneutralität Europas bis 2050 beitragen.

Das polititische Berlin hat bereits verschnupft auf die Vorschläge aus Brüssel reagiert, insbesondere die Einstufung der Atomkraft als nachhaltig lehnt die Ampel-Koalition ab. Abzuwenden ist sie allerdings nur schwer, bislang haben sich neben Deutschland lediglich Länder wie Österreich, Luxemburg, Dänemark und Portugal dagegen ausgesprochen - zu wenige, um den Vorschlag zu kippen. 

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