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Unicredit-Chairman Pier Carlo Padoan wirbt für länderübergreifende Fusionen

Geldhäuser sollten nicht nationaler, sondern europäischer werden, wenn es nach dem Aufsichtsratsvorsitzenden geht. Sein Weg dahin: Fusionen.

Pier Carlo Padoan, Aufsichtsratsvorsitzender der Unicredit | Foto: Reuters

Bankenfusionen sind Pier Carlo Padoan, Aufsichtsratsvorsitzender der Unicredit, ein Weg zu einem stärkeren europäischen Fußabdruck.

Gegenüber der der Zeitung "La Stampa" sagte er: Geldhäuser sollten nicht nationaler, sondern europäischer werden. Weniger länderübergreifende Deals wären wie eine Kampfansage an die Europäische Bankenunion.

Es gibt ein Szenario, nicht unbedingt das wahrscheinlichste, in dem es zu mehr Konzentration in Italien und weniger grenzüberschreitenden Geschäften kommen könnte.

Pier Carlo Padoan, Aufsichtsratsvorsitzender der Unicredit

Padoan erklärte weiterhin, dass die aktuelle Coronakrise Fusions- und Übernahmeanreize für den Sektor biete. Man dürfe nicht zulassen, dass Banken nationaler statt europäischer werden, plädierte er.

"Es gibt ein Szenario, nicht unbedingt das wahrscheinlichste, in dem es zu mehr Konzentration in Italien und weniger grenzüberschreitenden Geschäften kommen könnte. Das wäre so, als würde man gegen die Europäische Bankenunion verstoßen", sagt er laut Reuters.

Unicredit als systemrelevant eingestuft

Mit Aktivitäten in 13 Märkten ist Unicredit Italiens einzige Bank, die von den Aufsichtsbehörden als global systemrelevant eingestuft wird.

Unter dem neuen Chief Executive Andrea Orcel hatte Unicredit erst im Oktober Abstand von einer Transaktion zur Rettung der Krisenbank Monte dei Paschi genommen. Eine weitere Überprüfung des Deals schloss er aus.

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