FinanzBusiness

EZB-Vize warnt vor "hartnäckiger" Inflation

Luis de Guindos rechnet bis Ende 2022 mit Werten von deutlich mehr als der eigentlichen Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent.

EZB-Vize Luis de Guindos | Foto: picture alliance/dpa | Arne Dedert

Die Inflation im Euro-Raum wird EZB-Vizechef Luis de Guindos zufolge länger höher bleiben als ursprünglich von der Notenbank vorhergesagt. "Unsere Inflation ist hartnäckiger und - sagen wir mal - nicht so vorübergehend wie wir erwartet hatten", sagte er in einem Interview.

Teuerungsrate gegen Ende 2022 unter zwei Prozent

Sie dürfte im kommenden Jahr höher als drei Prozent liegen und gegen Ende des Jahres unter das langfristige Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent fallen. Die Vorhersagen seien jedoch mit großer Unsicherheit behaftet, unter anderem wegen der Entwicklung der Coronavirus-Pandemie.

Die US-Notenbank Fed hatte sich vor Wochen von ihrer ursprünglichen Formulierung verabschiedet, dass die Inflation "vorübergehend" sei. EZB-Chefin Christine Lagarde signalisierte dagegen Anfang Dezember in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters, dass sie diese Einschätzung für Europa beibehalte. Im Gegensatz zu den britischen und US-Notenbanken will die EZB zunächst auch auf eine Zinswende verzichten. 

Mehr von FinanzBusiness

Fusion der Landesbausparkassen im Süden kommt

Das grün-schwarze Kabinett in Stuttgart hat den Weg frei gemacht für die Verschmelzung der zwei süddeutschen Landesbausparkassen. Für das Zustandekommen der größten öffentlich-rechtliche Bausparkasse soll ein Staatsvertrag abgeschlossen werden.

Elke König gibt den SRB-Vorsitz ab

Der Franzose Dominique Laboureix folgt auf die ehemalige BaFin-Chefin, die seit 2015 an der Spitze des Abwicklungsfonds für notleidende Banken in der EU steht. Ihr Mandat konnte nicht verlängert werden.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Neueste Nachrichten