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EZB beendet Liquiditäts-Erleichterungen für Banken zum Jahresende

Für die während der Corona-Pandemie abgesenkten Schwellenwerte gebe es keinen Grund mehr. Zudem besäßen die Banken reichlich Liquiditätspuffer.

Das Logo der EZB. | Foto: picture alliance / augenklick/firo Sportphoto | firo Sportphoto/ J¸rgen Fromme

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die in der Corona-Krise gewährten Erleichterungen für die Banken bei der Liquiditätssteuerung zum Jahresende beenden. Banken besäßen reichlich Liquiditätspuffer, begründete die EZB-Bankenaufsicht den Schritt.

Daher bestehe kein Grund, die Erleichterungen über das Jahr 2021 hinaus zu verlängern. Die Aufseher hatten im vergangenen Jahr zu Beginn der Corona-Krise unter anderem die regulatorische Mindestliquiditätsanforderung (LCR) ausgesetzt, so dass diese 100 Prozent unterschreiten konnte.

Vom 1. Januar an muss die Quote über 100 Prozent liegen

Von allen Banken werde erwartet, dass sie vom 1. Januar an wieder mit einer LCR-Quote von über 100 Prozent operieren, erklärten die Aufseher. Diese Mindestanforderung in normalen Zeiten dient dazu, dass die Institute auf den Puffer im Falle von Stress zurückgreifen können.

Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die großen Banken im Euro-Raum zuständig. Aktuell überwacht sie 115 Institute, darunter die Deutsche Bank und die Commerzbank.

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