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Ex-Wirecard-Chef Markus Braun bleibt weiterhin in Untersuchungshaft

Seit dem Sommer 2020 sitzt der 52-Jährige bereits in Haft. Ein Prozess gegen ihn könnte frühestens im Sommer 2022 starten.

Ex-Wirecard-Chef Markus Braun bei der Befragung im Wirecard-Untersuchungsauschuss | Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Fabrizio Bensch

Der frühere Wirecard-Vorstandschef Markus Braun kommt auch nach eineinhalb Jahren Untersuchungshaft nicht auf freien Fuß. Der 2. Strafsenat des Oberlandesgerichts München ordnete am Mittwoch die Fortdauer der U-Haft an, wie das Gericht mitteilte.

Der 52-Jährige sitzt bereits seit dem 22. Juli 2020 in U-Haft - und daran wird sich vermutlich bis zu Beginn eines Prozesses gegen ihn nichts ändern. Der könnte wohl frühestens im Spätsommer 2022 beginnen - momentan arbeitet die Staatsanwaltschaft München noch mit Hochdruck an der Anklageschrift. Das OLG hat bereits dreimal überprüft, ob die Haftgründe weiter bestehen, dreimal scheiterten Brauns Anwälte mit ihren Haftbeschwerden.

Die Staatsanwälte werfen Braun und anderen Wirecard-Führungskräften vor, wie eine kriminelle Bande agiert und Banken sowie Investoren mit Hilfe manipulierter Bilanzen um drei Milliarden Euro geprellt zu haben.

Ex-Wirecard-Chef bleibt in Untersuchungshaft 

Ex-Wirecard-Chef Braun muss bald in Untersuchungsausschuss  

Haftprüfungen finden im Turnus von drei Monaten statt. In Haftsachen sind Staatsanwaltschaften angehalten, ihre Ermittlungen zügig durchzuführen und nach Möglichkeit auch abzuschließen, damit die Beschuldigten nicht unnötig lang ohne Urteil im Gefängnis sitzen. Doch kommt es in komplexen Strafverfahren immer wieder vor, dass die Untersuchungshaft sehr lang dauert.

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