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Wuermeling begrüßt geplante Zweigstellen-Vorgaben für Nicht-EU-Banken

Laut eines Medienberichts sagte der Bundesbank-Vorstand der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass durch die neuen Regeln zu Zweigstellen eine "notwendige Harmonisierung" stattfinde.

Joachim Wuermeling, Vorstandsmitglied der Bundesbank. | Foto: Deutsche Bundesbank

Im überarbeiteten Basel-III-Regelwerk der EU-Kommission sind verpflichtende Vorgaben für Zweigstellen von Banken aus Nicht-EU-Ländern vorgesehen. Diese Vorschriften könnten die derzeit ungleichen Bedingungen harmonisieren und damit regulatorische Arbitrage verhindern, ist Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling überzeugt. Er ist für das Ressort Bankenaufsicht zuständig.

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Die geplanten Regeln der EU-Kommission seien "eine notwendige Harmonisierung, um ein Level Playing Field für alle zu schaffen", sagte Wuermeling laut Börsen-Zeitung in einem Kommentar auf Anfrage von Bloomberg News. Da Deutschland bereits strengere Bedingungen anwende, ändere sich für hiesige Zweigstellen nichts, allerdings für die in Ländern mit laxeren Prinzipien, sagte er.

Nach dem Brexit sei deutlich geworden, wie unterschiedlich streng die EU-Mitgliedsländer Banken von außerhalb der EU regulieren, fügte der Bundesbanker hinzu.

Die EU will Bedenken hinsichtlich der Finanzstabilität ausräumen, indem sie die Anforderungen an Zweigstellen bezüglich Finanzkraft und Management harmonisiert. Demnach kann die Aufsicht Banken mit einer Bilanzsumme von mehr als 30 Mrd. Euro in der EU etwa vorschreiben, Zweigstellen zu vollwertigen Töchtern aufzurüsten. Länder, die laxer sind als Deutschland, würden ebenfalls einen strengeren Ansatz verfolgen müssen, heißt es in dem Bericht.

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