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Joachim Nagel gilt als Favorit für die Nachfolge von Jens Weidmann

Der 55-jährige Volkswirt gilt als der "bevorzugte Kandidat" für die Spitze der Deutschen Bundesbank, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf eine "mit dem Vorgang direkt vertraute Person".

Joachim Nagel (l.) und Jens Weidmann. | Foto: picture alliance / dpa | Arne Dedert

Für die Nachfolge von Jens Weidmann an der Spitze der Deutschen Bundesbank kristalisiert sich ein Favorit heraus: Joachim Nagel. Dies berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf eine "mit dem Vorgang direkt vertraute Person.

Der 55-jährige Volkswirt ist SPD-Mitglied und hat in seiner Laufbahn bereits 17 Jahre für die Deutsche Bundesbank gearbeitet, sechs Jahre davon im Vorstand.

Nagel verließ die Bundesbank 2017 und wechselte zur bundeseigenen KfW, 2020 dann zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), wo er zurzeit Vizechef für Banken ist.

2014 als Vizechef im Gespräch

Nagel war 2014 bereits als Vizechef der Bundesbank im Gespräch, die Wahl fiel dann aber auf Claudia Buch.

Laut der "FT" sind sowohl Finanzstaatssekretär Jörg Kukies als auch EZB-Direktorin Isabel Schnabel mittlerweile aus dem Rennen. Für Kukies sei eine wichtige Rolle in der künftigen Regierung vorgesehen. Gegen Schnabel spreche, dass dann eine andere Deutsche für das EZB-Direktorium gefunden würden müsste, so die "FT" unter Berufung auf Quellen im politischen Berlin. In trockenen Tüchern sei die Entscheidung für Nagel aber noch nicht, schreibt die Zeitung.

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