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Deka Bank setzt auf ausgewogene Mischung im Geschäft mit Institutionellen (Korr.)

Vertriebsvorstand Torsten Knapmeyer legt seinen Fokus künftig auf eine Verstetigung der Erträge im Geschäft mit Institutionellen. Bei Privatkunden habe besonders ein Produkt seit 2019 an Beliebtheit gewonnen: das Abräumsparen.

Torsten Knapmeyer | Foto: Deka Bank

(Korrigiert: Überschrift und Aussage im Teaser; ergänzt um weiteres Zitat aus Interview)

Deka Bank-Vertriebsvorstand Torsten Knapmeyer setzt im Geschäft mit institutionellen Kunden auf stetige Erträge.

Wenn Sie mich fragen, ob die Deka eher für fünf große oder für viele mittlere und kleinere und ein paar größere Institutionelle steht, dann präferiere ich Letzteres.

Torsten Knapmeyer, Vertriebsvorstand, Deka Bank

"Wenn Sie mich fragen, ob die Deka eher für fünf große oder für viele mittlere und kleinere und ein paar größere Institutionelle steht, dann präferiere ich Letzteres", sagte Knapmeyer im Interview mit der Börsen-Zeitung.

Zentral ist für uns eher, ob wir es schaffen, unsere Erträge aus diesem Geschäft zu verstetigen. Da kann ein großes Mandat mit wenig Marge unattraktiver sein als ein Mandat mit kleinerem Volumen, aber höherer Marge.

Torsten Knapmeyer, Vertriebsvorstand, Deka Bank

"Zentral ist für uns eher, ob wir es schaffen, unsere Erträge aus diesem Geschäft zu verstetigen. Da kann ein großes Mandat mit wenig Marge unattraktiver sein als ein Mandat mit kleinerem Volumen, aber höherer Marge", führte Knapmeyer im Interview mit der Börsen-Zeitung weiter aus.

Im institutionellen Segment seien auch die Sparkassen selbst, neben Versicherern, Pensionskassen, Unternehmen und Family Offices, eine wichtige Kundengruppe.

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Im Privatkundensegment seien die Absatzzahlen auch während des Lockdowns gestiegen, "auch in der Zeit, als die Märkte schwächelten", so Knapmeyer weiter.

Abräumsparen und Sparpläne im Vergleich

Knapmeyer verweist auf die Beliebtheit des Produkts "Abräumsparen": Dabei werde ein Guthaben auf dem Girokonto - abzüglich eines Sockelbetrags, den der Kunde bestimme - zu einem Stichtag, zum Beispiel zum Monatsende kurz vor dem Gehaltseingang, umgebucht und in Fondsanteile investiert, beschreibt Knapmeyer das Modell. Der durchschnittliche Betrag liege bei etwa 300 Euro und sei damit höher als der durchschnittliche Betrag, den Kunden in Sparpläne monatlich investieren, der aktuell bei etwa 100 Euro im Monat liege.

Bei Riester-Fondssparplänen seien Reformen nötig, eine Garantie der Einzahlungen im aktuellen Zinsumfeld sei nicht vernünftig darstellbar. Die Zahl der bestehenden Riester-Verträge gibt Knapmeyer mit rund 700.000 an. Diese werden bei der Deka weitergeführt, bestätigt Knapmeyer.

Steigende Nachfrage nach Bevestor, S-Invest-App

Mit Blick auf den Robo-Advisor Bevestor hält Knapmeyer fest, dass der Bestand der veranlagten Vermögen von 20 Mio. Euro zu Beginn des vergangenen Jahres auf mittlerweile 170 Mio. Euro gestiegen sei, bei stetig steigender Tendenz. Die im April 2020 eingeführte sogenannte S-Invest-App sei über 900.000 mal heruntergeladen worden.

Ziel sei, die Marke von einer Million 2021 zu überschreiten, so Knapmeyer. Dabei sei es für die Deka Bank nicht möglich, zu erfassen, wie viel Aufträge aus der App kommen, denn es würden auch Fremddepots verwaltet.

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