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Krisenbank Monte Paschi denkt über Verkleinerung nach

Nach dem gescheiterten Verkauf an die Hypovereinsbank-Mutter Unicredit geht das Traditionsinstitut drastische Maßnahmen an, kündigte dessen Chef Guido Bastianini bei einer Parlamentsanhörung in Rom an.

Eine Monte-Paschi-Filiale. | Foto: picture alliance / dpa | Pierre Teyssot

Die italienische Krisenbank Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) erwägt eine Verkleinerung durch den Verkauf von nicht profitablen Geschäftsteilen. Zudem überlege das Geldhaus, seine Kreditrisiken weiter zu verringern, sagte Monte-Paschi-Chef Guido Bastianini bei einer Parlamentsanhörung.

Zudem wolle das Finanzinstitut einen mehrjährigen Geschäftsplan überarbeiten, der nach dem gescheiterten Verkauf der verstaatlichten Krisenbank an den Rivalen Unicredit nie fertiggestellt worden sei. Die Veränderungen dürften erheblich seien. Auch die Personalkosten sollen gesenkt werden.

2017 vor dem Kollaps gerettet

Italien hatte die älteste Bank der Welt 2017 mit 5,4 Mrd. Euro vor dem Kollaps gerettet und hält seitdem 64 Prozent der Anteile. Die Regierung hatte seit langem eine Fusion mit einem stärkeren Partner als beste Lösung für die toskanische Bank gesehen.

Nach dem Scheitern der Gespräche mit Unicredit muss sie eine neue Option finden. Eine erforderliche Kapitalspritze war von MPS auf rund 2,5 Mrd. Euro geschätzt worden. Zwei Insidern zufolge wird die Geldspritze wahrscheinlich über dieser Zahl liegen, nach Schätzungen einer Person womöglich sogar bei insgesamt 3,5 Mrd. Euro. 

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