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DWS meldet Rekord beim bereinigten Vorsteuergewinn im dritten Quartal

Die Nettomittelzuflüsse erreichen im dritten Quartal insgesamt zwölf Mrd. Euro. Die Aufwand-Ertrags-Relation sinkt im selben Zeitraum auf ein Rekordtief.

Asoka Wöhrmann, CEO, DWS | Foto: picture alliance/dpa/Reuters Images Europe/Pool | Hannibal Hanschke

Die Deutsche-Bank-Tochter DWS steuert ungeachtet der Vorwürfe um Nachhaltigkeits-Investments auf Wachstumskurs.

Durch unsere engen Beziehungen mit unseren Kunden in Märkten weltweit konnten wir im bisherigen Jahresverlauf Rekordwerte bei Nettomittelzuflüssen, Effizienz und Profitabilität erzielen.

Asoka Wöhrmann, CEO, DWS

"Durch unsere engen Beziehungen mit unseren Kunden in Märkten weltweit konnten wir im bisherigen Jahresverlauf Rekordwerte bei Nettomittelzuflüssen, Effizienz und Profitabilität erzielen", sagte DWS-CEO Asoka Wöhrmann in einer Mitteilung.

Der bereinigte Vorsteuergewinn erhöhte sich im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf ein Rekordhoch von 271 Mio. Euro. Für die ersten neun Monate des Jahres liegt der Wert bei 766 Mio. Euro, ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Wir bekräftigen unser Ziel, bei den Nettomittelzuflüssen mittelfristig einen Wert von durchschnittlich mehr als 4 Prozent zu erreichen.

DWS in Mitteilung

"Für das Gesamtjahr 2022 gehen wir davon aus, dass sich die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation in den niedrigen 60ern (Prozent) bewegen wird. Wir bekräftigen unser Ziel, bei den Nettomittelzuflüssen mittelfristig einen Wert von durchschnittlich mehr als vier Prozent zu erreichen", heißt es in der Mitteilung der DWS.

Signifikant höhere Managementgebühren

Ursächlich für diesen starken Anstieg beim Vorsteuergewinn waren vor allem signifikant höhere Managementgebühren aufgrund des gestiegenen durchschnittlichen verwalteten Vermögens in den ersten neun Monaten des Jahres.

Unter dem Strich stand ein Gewinn von 182 (Vorjahr: 151) Mio. Euro. Die Erträge stiegen auf 664 (558) Mio. Euro. Die Nettomittelzuflüsse beliefen sich im Quartal auf insgesamt zwölf Mrd. Euro. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2021 blieb unverändert.

Auf der Kostenseite meldet die DWS einen Rückgang der bereinigten Aufwand-Ertrags-Relation (CIR) auf 59,2 Prozent -  so niedrig wie noch nie im dritten Quartal. Für die ersten neun Monate liegt der Wert bei 60,1 Prozent (Vorjahr: 64,3 Prozent).

Die DWS war durch Vorwürfe der früheren Leiterin des Unternehmensbereichs Nachhaltigkeit, Desiree Fixler, unter Druck geraten. Die US-Börsenaufsicht SEC prüft Insidern zufolge, ob der Vermögensverwalter zu lax mit Kriterien bei nachhaltigen Investments umgegangen ist. Auch die deutsche Aufsicht BaFin geht den Vorwürfen nach, die die DWS entschieden zurückweist.

SEC ermittelt gegen DWS 

BaFin untersucht DWS nach Vorwürfen zu Nachhaltigkeitsprodukten

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